DETTELBACH

Die Turmfalkenbrut aus dem Blumenkasten

Die Franziskaner und auch andere Orden haben große Nachwuchssorgen. Im Dettelbacher Kloster gab es nun gleich vierfachen Nachwuchs – bei den Turmfalken.
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Auf dem Sprung: Ein erwachsener Klosterfalke und das letzte Junge im Blumenkasten. Foto: Foto: Deppisch
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Die Franziskaner und auch andere Orden haben große Nachwuchssorgen. Im Dettelbacher Kloster gab es nun gleich vierfachen Nachwuchs – bei den Turmfalken.

Neben den menschlichen Bewohnern finden im Franziskanerkloster Dettelbach auch Schleiereulen, Dohlen, Turmfalken und andere Vogelarten ein Zuhause. Vor einigen Jahren brachten Mitglieder der Umwelt- und Naturschutzgruppe Dettelbach im LBV (Landesbund für Vogelschutz) im Kloster Nistgelegenheiten für Schleiereule und Turmfalke an.

Während der Eulenkasten standesgemäß belegt ist, haben die kecken Dohlen die Turmfalken aus ihrem frisch gereinigten Brutkasten vertrieben. Offensichtlich gefällt es den Falken im klösterlichen Umfeld so gut, dass sie sich eine andere Brutmöglichkeit gesucht haben: In einem Blumenkasten auf der Fensterbank von Guardian Pater Richard Heßdörfer zogen sie vier Junge auf.

Drei Junge sind inzwischen aus dem Nest in den Innengarten des Klosters geflogen – aus Platzmangel oder Übermut. Mit dem letzten Jungtier hatte der Altvogel Mühe, es am Verlassen des „Horstes“ zu hindern.

Um die „Aussteiger“ muss man sich nicht wirklich sorgen. Das Areal ist für Katzen unerreichbar und die Alttiere füttern ihre Jungen auch am Boden weiter. Pater Richard wird ein Auge auf das Geschehen werfen.

Für den Turmfalken bietet die Altstadt Dettelbach eine Reihe von Brutmöglichkeiten. Fensternischen, Mauervorsprünge oder künstliche Nisthilfen werden gerne angenommen, wie auch das Beispiel der Vierlinge zeigt, die unser Leser Armin Mosandl fotografiert hat. Von der Stadt aus starten die Tiere dann ins Umland, um sich mit Nahrung, zu 90 Prozent Mäuse, zu versorgen.

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