Die Marktplatz-Linde vor dem Markt Einersheimer Rathaus gibt derzeit wegen gekappter Äste kein schönes Bild ab.

Bürgermeister Bruno Gamm zitierte in der Ratssitzung am Mittwoch aus einem Gutachten, dass bei dem Baum die Bruchsicherheit nicht mehr gegeben sei. Nach dem Gutachten sind die Tage der Linde gezählt, die Fällung nur noch eine Frage der Zeit.

Die Linde prägt das Ortsbild und stammt aus dem Jahr 1887. Sie war lange Zeit als Naturdenkmal geschützt, aber vor einigen Jahren aus der Denkmalliste gestrichen worden. Der Experte bescheinigte der Linde eine „mäßige Vitalität“, es stünden Rückschritte an der Krone und Kürzungen von Ästen als Sicherungsmaßnahmen an.

„Wir sollten so handeln, dass wir künftig keinen Marterpfahl am Marktplatz haben.“

Bürgermeister Bruno Gamm zur Frage, ob die Linde gefällt wird

Danach dürfte die Linde nach Schätzung des Gutachters nur noch eine Lebenszeit von acht bis zehn Jahren haben. Der Bürgermeister stellte die Frage in den Raum, ob die Rückschnitte durchgeführt oder der Baum gleich gefällt werden sollte. „Wir sollten so handeln, dass wir künftig keinen Marterpfahl am Marktplatz haben“, bemerkte Gamm.

Für die Fällung würde sprechen, dass danach eine Umgestaltung des Platzes vor dem Rathaus möglicherweise durch das Amt für ländliche Entwicklung gefördert werden könnte. Die Räte folgten dem Vorschlag des Bürgermeisters, ein Planungsbüro mit einer Konzeptstudie zu beauftragen, um dann den Kontakt zum Amt für Landwirtschaft zu suchen.

Probleme mit den Toren

Die Räte befassten sich noch mit folgenden Themen:

• Zuletzt hatten die Gemeinderäte überlegt, wie die Probleme mit den Toren an der Feuerwehrgerätehalle beseitigt werden können. Schuld daran sind Setzungen an der Halle, die dauerhaft Probleme machen. Das Gremium beschloss, der Hellmitzheimer Firma Landtechnik Ziegler für 1400 Euro den Auftrag zu erteilen, die bestehenden Flügeltore neu auszurichten und sie so wieder funktionstüchtig zu machen.

• Bruno Gamm informierte über die Baufortschritte der beiden Großprojekte Gemeinschaftshaus und Aussegnungshalle auf dem Friedhof. Inzwischen haben die Bauarbeiter die Fliesenarbeiten im Gemeinschaftshaus erledigt und den Übergang zum Rathaus hergestellt.

Als nächstes größeres Gewerk kommen die Natursteinarbeiten dran. Zum Friedhof stellte Gamm klar, dass der gefällte Mammutbaum nicht unter Schutz stand und der Verwirklichung des Vorhabens im Wege gestanden habe.

„Eine ärgerliche Aktion“

• Zur Kläranlage sprach Gamm einen Defekt an der Lüftungseinrichtung an. Dadurch entstand akuter Handlungsbedarf mit dem Ablassen und der Reinigung eines Klärteichs. „Das war eine überflüssige und ärgerliche Aktion“, meinte der Bürgermeister und war froh, dass der Schaden noch in der Gewährleistungsfrist passiert war.

• Ein Wohnhaus mit Garage können Jaqueline Weinmann und Daniel Krestel im Markt Einersheimer Baugebiet errichten. Ebenfalls ein Wohnhaus können Ralf Sänger und Sandra Brand aus Wiesentheid bauen.