Der Haushalt der Gemeinde Abtswind für 2014 ist unter Dach und Fach. Der Gemeinderat stimmte dem 2,803 Millionen Euro umfassenden Etat zu, den Kämmerin Christine Volk von der Verwaltungsgemeinschaft erläuterte. „Der Haushalt ist stabil. Es gibt keine Probleme. Es ist gut, wenn man so viele Einnahmen zur Verfügung hat“, sagte die Kämmerin.

Bei den Einnahmen profitiert die 830 Einwohner zählende Gemeinde seit Jahren von der sprudelnden Gewerbesteuer. Allein 700 000 Euro hat die Kämmerin bei den Einnahmen angesetzt, zuletzt wurde die Kalkulation meist leicht übertroffen. Dazu kommen aus der Beteiligung an der Einkommensteuer noch einmal 321 249 Euro. Bei den Ausgaben schlägt vor allem die Kreisumlage zu Buche, wo Abtswind 471 222 Euro an den Landkreis überweisen muss. Beim Anteil an der Gewerbesteuer hat die Gemeinde 142 059 Euro abzuführen.

So gehört Abtswind zu den finanzstärksten Gemeinden des Landkreises und liegt bei der Steuerkraft mit 1206 Euro pro Einwohner auf Platz zwei. Seit Ende 2011 ist die Kommune schuldenfrei, trotz mancher größeren Investition zuletzt, wie etwa die Sanierung von Marktplatz und Pfarrgasse, wofür Kosten von 750 000 Euro kalkuliert sind. Der Großteil des Betrags wurde bereits im Vorjahr über den Etat finanziert.

„155 Seiten für so ein Dörflein: Was da alles läuft.“
Bürgermeister Klaus Lenz zum Abtswinder Haushaltsplan

Die Investitionen der Gemeinde liegen 2014 mit rund 800 000 Euro um fast 300 000 Euro niedriger als im vergangenen Jahr. Mit aufgenommen ist darin wieder ein Dauerbrenner, nämlich die Sanierung der so genannten Promillestraße (250 000 Euro), der Verbindungsstraße zwischen der Wiesentheider und der Rüdenhäuser Straße parallel zur Autobahn A 3.

Im einzelnen beläuft sich der Verwaltungshaushalt auf 1,911 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt – das sind die laufenden Posten – ist mit 891 793 Euro kalkuliert. Die freie Finanzspanne ergibt einen Betrag von 743 000 Euro. Um den Aufwand für Investitionen zu decken, greift der Markt auf 56 974 Euro aus seinen Ersparnissen zurück. Beim Ersparten hat die Gemeinde noch 1,9 Millionen an Rücklagen. Die Hebesätze für Grundsteuer bleiben mit 340, beziehungsweise 320 Punkten, ebenso unverändert wie die bei der Gewerbesteuer (340 Punkte).

Bürgermeister Klaus Lenz blickte zufrieden auf das letzte Zahlenwerk, was unter seiner Ägide aufgestellt wurde. „155 Seiten für so ein Dörflein: Was da alles läuft“, stellte er fest. Schließlich habe seine Gemeinde mit Kindergarten, Schwimmbad, Haus des Gastes, der Kläranlage oder auch der eigenen Wasserversorgung einiges zu stemmen, merkte Kämmerin Volk an.