DETTELBACH

Die Medici erobern das Rathaus

Toskana-Flair im Rathaus verbreiteten die Gäste aus der italienischen Partnerstadt Rufina im Dettelbacher Rathaus. Am Wochenende weilte eine Delegation aus der Toskana in Dettelbach und absolvierte ein dicht gepacktes Besuchsprogramm.
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Gastgeschenke: Mauro Pinzani, Bürgermeister von Dettelbachs italienischer Partnerstadt Rufina, hatte für seine Amtskollegin Christine Konrad (rechts) auch persönliche Geschenke mitgebracht. So überreichte er einen Teller aus Rufina und eine Chianti-Rufina-Flasche. Als Dolmetscher am deutsch-italienischen Abend und während des kompletten Aufenthalts der italienischen Delegation fungierten Albert Fuß (links) und Rosaria Sabetta-Fuß. Im Hintergrund ist eine Abordnung in traditionellen Gewändern aus der Medici-Zeit zu sehen. Foto: Foto: Ottmar Deppisch

Toskana-Flair im Rathaus verbreiteten die Gäste aus der italienischen Partnerstadt Rufina im Dettelbacher Rathaus. Am Wochenende weilte eine Delegation aus der Toskana in Dettelbach und absolvierte ein dicht gepacktes Besuchsprogramm.

Der Höhepunkt war am Samstag der deutsch-italienische Abend im Festsaal des Rathauses. Bürgermeisterin Christine Konrad begrüßte ihren Amtskollegen Mauro Pinzani und die mitgereisten Gäste. Diese boten zum Teil einen farbenprächtigen Anblick, traten sie doch in historischen Gewändern aus der Zeit der Medici auf.

Mit zur Gruppe gehörten auch Maler, die bei einem Besuch vor zwei Jahren Dettelbacher Motive auf Leinwand bannten und diese inzwischen fertig gestellten Gemälde den Besuchern präsentierten. Weiter gehörten eine Fußballmannschaft, Weinbaufachleute sowie Offizielle und auch „Normalbürger“ der Delegation an.

Städtepartnerschaften seien ein „wunderbares Instrument der Zusammenarbeit in Europa“, betonte die Bürgermeisterin. Erst wenn freundschaftliche Kontakte auch zwischen den Bürgern entstünden, sei eine Städtepartnerschaft mit Leben erfüllt. Beide Städte seien auf einem guten Weg, jedoch seien die privaten Beziehungen noch ausbaufähig. Deshalb wünscht sich Konrad, „dass sich noch mehr Dettelbacher Bürger aktiv einbinden lassen“.

Eine engere Zusammenarbeit bietet sich ihrer Meinung nach auf den Feldern kulturelle Vielfalt, Bildung, Umwelt oder Weinbau an. „Ich wünsche uns für die Zukunft dieser Städtepartnerschaft zusätzlich zu den offiziellen Delegationen vielfältige Kontakte zwischen Organisationen, Vereinen und Privatpersonen“, gab die Bürgermeisterin ihrer Hoffnung Ausdruck.

Rufinas Bürgermeister Mauro Pinzani bedankte sich für den herzlichen Empfang. Wenn jemand aus Rufina nach Dettelbach komme, solle er offene Türen vorfinden, wünschte er sich. Dies gelte natürlich auch umgekehrt. Speziell für die Schüler des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach, die Teil einer Besuchergruppe in Rufina waren, sagte er: „Wenn Ihr wieder nach Rufina kommt, ist es Eure erste Pflicht, bei mir vorbei zu kommen.“ An die Adresse seiner frisch gewählten Dettelbacher Amtskollegin ging die Aussage: „Bürgermeister sein, ist das schönste Amt der Welt, da er immer in direktem Kontakt zu den Bürgern bleibt.“ Natürlich war der Bürgermeister nicht mit leeren Händen gekommen. Für Christine Konrad hatte er einen Teller aus Rufina und eine Flasche original Chianti Rufina als persönliche Geschenke dabei. Außerdem durfte sie ein Gemälde von Alesandro Parrini in Empfang nehmen.

Mit Spezialitäten aus der Toskana – verschiedene Weine, Käse und diverse Salamisorten, Honig sowie frisch gegrillte Maronen – verwöhnten die Italiener sich selbst und ihre Dettelbacher Gastgeber. Ein Nikolaus bescherte die Gäste. Ein Film über Rufina rundeten den Abend ab.

Begonnen hatte der Besuch mit einem Abendessen am Freitag. Am Samstag standen eine Visite in Würzburg auf dem Programm sowie ein Kaffee-Nachmittag im Franziskanerkloster und ein Fußballspiel.

Am Sonntag folgten eine Stadtführung in italienischer Sprache und eine Mittagshore in Münsterschwarzach. Anschließend bekochten Schüler des Egbert-Gymnasiums die Gäste. Daran schloss sich ein geistliches Konzert mit Pater Dominicus Trautner (Orgel) und Teresa Fuß (Sopran) an. Mit einer Weinprobe ging ein ereignisreicher Besuch zu Ende, der im nächsten Jahr durch einen Gegenbesuch beantwortet werden soll. Die Organisation lag in den Händen der Stadt und bei der deutsch-italienischen Gesellschaft mit Präsidentin Rosaria Sabetta Fuß und ihrem Mann Albert Fuß, die zudem als Dolmetscher fungierten.

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