Kitzingen

Die Liebe im Krieg gefunden: Heinz Dörr feierte 95. Geburtstag

Der Militärdienst führte Heinz Dörr in den Vierzigerjahren nach Kitzingen, wo er wenig später sesshaft wurde und heiratete. Am Samstag feierte er seinen 95. Geburtstag.
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Jubilar Heinz Dörr freute sich über den Besuch von Bürgermeister Klaus Heisel. Foto: Gerhard Bauer

Der Militärdienst führte Heinz Dörr in den Vierzigerjahren nach Kitzingen, wo er wenig später sesshaft wurde und heiratete. Am Samstag feierte er seinen 95. Geburtstag.

Heinz Dörr wurde am 21. September 1924 in Sandhausen bei Heidelberg geboren. Vater Georg sorgte als Maurer für den Familienunterhalt, Mutter Elisabeth war Hausfrau. Nach der Volksschule absolvierte der Jubilar eine Mechanikerlehre und wurde 1942 zur Luftwaffe nach Straubing eingezogen. Wenig später landete er bei einer Nachtjägerstaffel in Kitzingen, wo er als Bordschütze auf einer Do217 eingesetzt war.

Ende des Krieges geriet er in Bad Kreuznach in Gefangenschaft, war aber drei Monate später schon wieder frei und arbeitete zunächst wieder in Heidelberg. 1946 aber zog es ihn wieder zurück nach Kitzingen, wo er auf dem Flugplatz 1944 die 1926 geborene Kitzingerin Martha Hubert kennengelernt hatte. Noch 1946 wurde geheiratet. Wegen der Umstände der Nachkriegszeit wurde auf eine Hochzeitsreise verzichtet. Nach 73 Jahren Ehe verstarb Ehefrau Martha 2019.

38 Jahre in der Kitzinger Siedlung gelebt

Das Paar hatte 38 Jahre lang in der Siedlung gelebt und hat drei Kinder und zwei Enkel. Als die Tochter einen Neubau errichtete, zogen Heinz und Martha dort ein, um hier ihren Lebensabend zu verbringen.

Früher spielte Heinz Dörr als Fußballer in Kirchschönbach, Wiesentheid und Albertshofen in der ersten Mannschaft als Stürmer und gewann mit Albertshofen einst die Kreismeisterschaft. Heute muss er sich mit Radiosportberichten über Bayern München und Sandhausen begnügen, ansonsten hört er gerne Volksmusik.

Eigentlich möchte er viel wandern, da aber macht das Augenlicht nicht mehr so recht mit. Daher ist der Jubilar neben dem VdK auch Mitglied im Blindenbund. Zum hohen Geburtstag gratulierte Bürgermeister Klaus Heisel.

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