Schwanberg
Ausflugsziel

Die Kombination macht's

Rund um den Schwanberg war am 1. Mai die Hölle los. Auch viele Gäste aus dem Nürnberger Raum genossen die schönen Wanderwege, den guten Wein und die ungebremste Geselligkeit. Die einige Kritik galt den Autofahrern.
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Viele hatten sich am 1. Mai mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht, um beim traditionellen Schwandertag in den Weinbergen um den Schwanberg unterwegs zu sein. Gefeiert wird an diesem Tag auch das Großlangheimer Hardthüttenfest und als Parkplatz für die Fahrräder dienten diesmal auch die Weinberge.  Fotos: ww
Viele hatten sich am 1. Mai mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht, um beim traditionellen Schwandertag in den Weinbergen um den Schwanberg unterwegs zu sein. Gefeiert wird an diesem Tag auch das Großlangheimer Hardthüttenfest und als Parkplatz für die Fahrräder dienten diesmal auch die Weinberge. Fotos: ww
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Da lagen die Winzergemeinden Großlangheim, Iphofen, Rödelsee und Wiesenbronn wieder einmal mit dem Wettergott im Bunde: Beim Schwandertag am 1. Mai rund um den Schwanberg gab es zwar keine Sommertemperaturen, aber das erhoffte Wander- und Radlerwetter ohne Regenschauer. An den Hütten der vier Gemeinden in den Weinbergen war Hochbetrieb und auf den Wegen zwischen den Hütten ein ständiges Kommen und Gehen.

Der Schwandertag, bei dem auch das Großlangheimer Hardthüttenfest gefeiert wird, ist nicht nur zum festen Ziel am 1. Mai für Wanderer und Radler aus den Winzergemeinden um den Schwanberg und den Nachbargemeinden geworden, sondern seit einigen Jahren auch für viele aus dem Nürnberger Land.
Die Verbindung macht's: Seitdem es über den ÖPNV per Bahn gute Verbindungen aus der Nürnberger Gegend in die Gefilde um den Schwanberg und mit der neuen Aktion "Der Bus kommt" auch in weitere Gemeinden gibt, ist das Schwanbergland für viele aus der Großstadt und seinem Umland längst kein Geheimtipp mehr.

So auch für Karin und Armin Sturm aus Lauf an der Pegnitz, die zum zweiten Mal auf Tour um den Schwanberg waren. Sie waren im vergangenen Jahr zum ersten Mal dabei, nachdem sie in ihrer Heimatzeitung einen Bericht über den Schwandertag gelesen hatten. "Es hat uns schon letztes Jahr sehr gut gefallen. Diesmal sind wir in Iphofen nicht in den Bus eingestiegen, sondern haben uns zu Fuß auf den Weg gemacht, um auf dem Weg durch die Weinberge an den Hütten Rast zu machen", erzählten die beiden beim Halt an der Langemer Hardthütte. Sie waren von der Gegend und den Angeboten so angetan, dass sie diesmal auch das befreundete Ehepaar Eva und Reiner Kraus mitbrachten. Es funktioniert also auch die Mundpropaganda für die Veranstaltung.

Was den beiden Ehepaaren am Schwandertag so gut gefällt? "Die Weinbergslandschaft, der weite Blick ins Land, die vielen netten Leute, Organisation und Speisen- und Getränkeangebote. Es ist die Kombination, die den Reiz des Tages ausmacht." Begeistert sind sie von der Vielfalt der angebotenen Weine: "Es ist einfach toll, dass man mitten in den Weinbergen einen guten Schoppen genießen kann." Der Wein von den Schwanbergshängen hat es ihnen angetan, die Rebsorte "Bacchus" ist an diesem Tag der Favorit, das beweist auch die beste Laune an ihrem Tisch. Überrascht sind sie vom Andrang: "Wir hätten nicht gedacht, dass da heute so viele Leute unterwegs sind."

Nach der Wanderung von Iphofen durch die Wengert zur Wiesenbronner Wachhügelhütte war für die vier erst einmal die Stärkung durch ein kräftiges Mittagessen angesagt - was einen weiteren Pluspunkt aufs Positivkonto des Schwandertags brachte: "Da gab es sogar Wildschweinbratwürste!"

Was ihnen nicht so gut gefallen hat? "Dass da doch ziemlich viele mit dem Auto bis auf den letzten Meter an die Wachhügelhütte heran gefahren sind." Das Ehepaar Sturm erinnert sich dabei an das vergangene Jahr, "wo der Bereich um diese Hütte so gut wie autofrei war". Beide Paare waren der Meinung, dass das Land an diesem Tag den Wanderern und Radlern vorbehalten sein sollte. "Wer unbedingt mit dem Auto fahren will, der sollte ein Stück weg von der Hütte parken und den Rest der Strecke zu Fuß gehen", fanden sie. Ansonsten hatten die beiden Ehepaare nichts auszusetzen. Der Weg zurück nach Iphofen zu Fuß war für sie dann Ehrensache, "zumal wir da noch bei einer Hütte einkehren können".

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