Köhler

Die Kirche macht den Ort zur Gemeinde

„Ein Ort ohne Kirche ist ein Ort, ein Ort mit Kirche ist eine Gemeinde“, zitierte Würzburgs Bischof Friedhelm Hofmann einen seiner Mitbrüder im Bischofsamt, als er zur Altarweihe nach Köhler gekommen war. Wie der Altar oft den zentralen Punkt in den Kirchen markiere, so könne er auch zum Mittelpunkt der Gemeinschaft werden. „Der Altar ist dabei ein Symbol für Jesus Christus, um den wir uns versammeln, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern“, so der Bischof weiter.
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Großer Festtag für die kleine Gemeinde: Zur Altarweihe war Bischof Friedhelm Hofmann in Köhler, assistiert unter anderem von den Priestern Anton Heußlein aus Escherndorf (links) und Hermann-Josef Schöning (Astheim, rechts im Hintergrund) sowie von Rudi Reuther (rechts), Diakon in Bad Königshofen und früher in Escherndorf und Köhler.
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„Ein Ort ohne Kirche ist ein Ort, ein Ort mit Kirche ist eine Gemeinde“, zitierte Würzburgs Bischof Friedhelm Hofmann einen seiner Mitbrüder im Bischofsamt, als er zur Altarweihe nach Köhler gekommen war. Wie der Altar oft den zentralen Punkt in den Kirchen markiere, so könne er auch zum Mittelpunkt der Gemeinschaft werden. „Der Altar ist dabei ein Symbol für Jesus Christus, um den wir uns versammeln, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern“, so der Bischof weiter.

Die Segnung des neuen Ambos und die Weihe des neuen Altars, welche der Eichstätter Künstler Rudolf Ackermann aus Kalkstein geschaffen hat, bildete den Abschluss der umfangreichen Renovierungsarbeiten im Inneren der St. Andreas Kirche, so die Mitteilung der katholischen Gemeinde an die Presse.

Der Bischof rief die Anwesenden, besonders aber die Kinder und Jugendlichen, auf, vor allem mit dem Herzen der Feier zu folgen. Zu Beginn der Weihehandlung wurden die Heiligen angerufen und Überreste, Reliquien, der beiden Märtyrerrinnen Constantia und Restituta sowie des heiligen Burkards (erster Bischof von Würzburg) und des seligen Liborius Wagner, die in der Diözese Würzburg besonders verehrt werden. Daraufhin besprengte der Bischof während des rund zweistündigen Gottesdienstes den Altar mit Weihwasser und salbte diesen mit Chrisam. Es folgte das zentrale Ereignis der vielfältigen Zeremonie: Bischof Friedhelm Hofmann entzündete zusammen mit Ruhestandspfarrer Anton Heußlein (Escherndorf) an fünf Stellen des Altars Weihrauch. Nach dem Weihegebet des Bischofs schloss sich die Reinigung und die Bereitung des Altares an, womit die eigentliche Weihehandlung endete.

Seit April war die Kirche für Besucher nicht mehr zugänglich. Sie erhielt nicht nur einen neuen Anstrich. Das Kirchenschiff wurde neu gefliest, der Seitenaltar ins rechte Licht gerückt, neue Sitzbänke eingebaut sowie Ambo und Altar aus Stein aufgestellt, machte Architekt Georg Böswald von Brunn in seinem Grußwort deutlich. Damit sei nun die Kirche innen wie außen saniert, das große Renovierungsprojekt in Köhler abgeschossen. Die Kosten betragen nach Auskunft des Architekten rund 185 000 Euro. Viele Eigenleistungen erbringt die Gemeinde mit Kirchenpfleger Arnold Sauer an der Spitze, der sich auch um die Finanzen kümmert. Um die Finanzierungslücke zu schließen, sei man noch auf Spenden angewiesen. Dazu führt die Kirchenstiftung ein Konto bei der Raiffeisenbank Fränkisches Weinland.

Auch Volkachs zweite Bürgermeisterin Gerlinde Martin und Kitzingens stellvertretender Landrat Paul Streng beglückwünschten die Katholiken von Köhler zur Renovierung. Nach dem Gottesdienst gab es die Möglichkeit zur Besichtigung des Gotteshauses und zur Begegnung bei Wein und fränkischen Spezialitäten.

Das Kirchlein ist jetzt sonntags von 11 Uhr bis 16 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Gottesdienst wird jeden ersten Mittwoch im Monat um 18.30 Uhr oder 19 Uhr sowie auch zu besonderen Anlässen gefeiert.



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