Die Hälfte der Obernbreiter Gemeinderäte nahm am Dienstagabend in der letzten Sitzung dieser Wahlperiode Abschied aus dem Rats. Alle waren nicht mehr zu den Wahlen angetreten und alle hatten mindestens zwei Perioden Amtszeit hinter sich gebracht.

Kurz, prägnant und nicht ohne Herzlichkeit fiel die Verabschiedung durch Bürgermeister Bernhard Brückner aus.

Mit je 18 Jahren hatten Reinhard Baier und Josef Nusko das größte Durchhaltevermögen bewiesen. Dabei war Baier von 1996 bis 2002 dritter und anschließend zweiter Bürgermeister des Marktes gewesen. Bei den Bürgermeisterwahlen 2002 war er nur knapp, mit einer Stimme Unterschied, Bernhard Brückner unterlegen.

Ende März 1999 begann die Gemeinderatszeit für Helga Scherer, die seit 2002 dritte Bürgermeisterin Obernbreits war. Zwei Wahlperioden, also zwölf Jahre als Gemeinderäte, absolvierten Gerda Friedlein, Johannes Lindner und Georg Hummel. „Wir werden uns hoffentlich nicht aus den Augen verlieren“, sagte Brückner zum Abschied.

Eckpunkte der Arbeit des Gemeinderats der vergangenen sechs Jahre hatte Bürgermeister Brückner zuvor in einem Rückblick angerissen. Besonders wichtig dabei: Trotz hoher Investitionen, etwa in den Kauf und die Anlage der Pröschelswiese als Festplatz und Generationenspielplatz, die Sanierung der ehemaligen Synagoge, des Umbaus des Kindergartens in eine Krippe, der Sanierung der Friedhofsmauer und der Anlage einer Friedwiese, konnten die Schulden der Gemeinde von 1,25 Millionen Euro auf rund 560 000 Euro mehr als halbiert werden. Brückner dankte seinen Ratskollegen für die „faire und gute Zusammenarbeit“.