Kitzingen

Die Glosse: Speiseplan mit Überraschung

Unser etwas anderer Wochenrückblick begibt sich heute in die Süßwarenabteilung, auf die B 8 und ins Kitzinger Krankenhaus. Kommen Sie doch einfach mit!
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Es gibt ganz normale Burger. Und es gibt Hanfburger, die neuerdings auf dem Speiseplan der Klinik Kitzinger Land stehen.  Foto: Silvia Gralla (Archiv)
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Eine Woche, die mit einem "Tag der Komplimente" aufwarten kann, muss ja schön werden. Einer der schönsten Sätze zu diesem Thema stammt von Oscar Wilde: Komplimente sind wie Parfüm, sie dürfen duften aber nicht aufdringlich sein. Weniger adrett drückte es dagegen ein junger Mann aus, den wir in Kitzingen belauschen durften. Er war jedenfalls wild entschlossen, am Komplimente-Tag aktiv einzugreifen: "Ich sage heute nicht Affenarsch, sondern Affenärschchen!"

Das wirklich unglaublichste Dahinschmelz-Kompliment, das uns am Freitag über den Weg lief, hörte sich so an: Du wirst von Tag zu Tag hübscher und siehst heute schon aus wie nächste Woche!" Das ist so ähnlich wie "Du bist meine Süßwarenabteilung im Supermarkt!" 

Interessanter Speiseplan

Ein Kompliment, um beim Thema zu bleiben, schicken wollen wir an dieser Stelle unbedingt an die Klinik Kitzinger Land. Dort scheint es einen recht reichhaltigen Speiseplan zu geben. Neben den leckeren Standards wie Kalbsgeschnetzeltes, Kohlroulade und Matjes nach Hausfrauenart gibt es dort neuerdings – ja, es ist wahr – Hanfburger. Dazu werden Knoblauchsoße und Kartoffelsalat gereicht. Aber die Zutaten sind ja völlig schnuppe. Hanfburger!

Wie muss man sich das vorstellen? Cannabis XXL? Burger, die high machen?  Das Leckerchen steht kommenden Mittwoch auf dem Speiseplan. Es könnte also sein, dass sich Mitte nächster Woche längere Schlangen rund um das Krankenhaus bilden. Womöglich bis zur B 8. Allerdings scheint die Sache vielleicht doch nicht ganz so illegal zu sein, weil sich beim genaueren Hinschauen zeigt, dass es sich wohl um Grünkohl handelt. Das wiederum wäre einfach nur gesund und könne dafür sorgen, dass sich die Schlangen doch erheblich verkürzen.

Kitzinger Verstopfungen

Weil wir gerade beim B-8-Dauerstau in Kitzingen waren: Seit dieser Woche steht fest, dass wir die Verstopfung Kitzingens wohl nie mehr loswerden. Beim Wahlforum im Dekanatszentrum mit den sechs Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt lautete eine Frage: "Glauben Sie, dass es in Kitzingen auf der B 8 irgendwann einmal eine grüne Welle geben wird?" Alle sechs Bewerber verneinten spontan – und wir sind um eine Illusion ärmer. Es hört also nie auf und die Pendler bleiben für immer die Ärschchen. Seit wir das wissen, hat es sich mit dem täglichen Schönerwerden: Wir sehen längst nicht mehr aus wie nächste Woche – sondern wie vor einigen Monaten.

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