KITZINGEN

Die Flüchtlinge und die Finanzen

Die Flüchtlinge und ihre Unterbringung, die Klinik Kitzinger Land und die Finanzen – das sind drei zentrale Themen, auf die Landrätin Tamara Bischof in ihrer Neujahrsrede eingeht. Sie zeigt sich zufrieden mit 2014: „Im vergangenen Jahr haben wir wieder unter Beweis gestellt, was möglich ist, wenn alle gut zusammenarbeiten. Darauf baue ich auch im Jahr 2015“, sagte Bischof auch vor dem Kitzinger Kreistag.
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Zufrieden zurück und optimistisch nach vorne: Landrätin Tamara Bischof zum Jahreswechsel. Foto: Foto: Haass

Die Flüchtlinge und ihre Unterbringung, die Klinik Kitzinger Land und die Finanzen – das sind drei zentrale Themen, auf die Landrätin Tamara Bischof in ihrer Neujahrsrede eingeht. Sie zeigt sich zufrieden mit 2014: „Im vergangenen Jahr haben wir wieder unter Beweis gestellt, was möglich ist, wenn alle gut zusammenarbeiten. Darauf baue ich auch im Jahr 2015“, sagte Bischof auch vor dem Kitzinger Kreistag.

„Nächstenliebe und Toleranz“ bescheinigt Bischof den Bürgern im Landkreis angesichts der zahlreichen Flüchtlinge, die bei uns Schutz suchen. Zehn Personen müssen derzeit pro Woche untergebracht werden. In vielen Orten leben Asylbewerber. Die Menschen zeigen viel Verständnis, die Hilfs-und Spendenbereitschaft ist groß, sagt Bischof und würdigt die ehrenamtlich aktiven Bürger.

Die Klinik Kitzinger Land zeige sich mit über 10 000 stationären Patienten 2014 stabil. Die Klinik ist Anlaufstelle für 12 000 Patienten, die sich ambulant behandeln lassen. Auch betriebswirtschaftlich stehe die Klinik auf stabilen Füßen. Nachdem in diesem Jahr die Cafeteria umgebaut wurde und bald die Neugestaltung von zehn Zimmern in so genannte Wahlleistungszimmer angegangen werde, beginne im Frühjahr die Generalsanierung der Klinik. Die stehe vor einer großen Herausforderung. Bischof zeigt sich überzeugt, „dass wir die Zukunftsfähigkeit maßgeblich und nachhaltig verbessern und damit die Existenz absichern“.

Finanziell sei 2014 ein erfolgreiches Jahr gewesen. Die 31 Gemeinden des Landkreises seien um 3,3 Millionen Euro entlastet worden, die Schulden um gut zwei Millionen Euro verringert. Die Kreisschulden seien damit binnen sieben Jahren um knapp ein Drittel auf jetzt 21,3 Millionen Euro gesenkt worden. Das schaffe Raum für Investitionen. 2014 seien 1,15 Millionen Euro in den Deckenbau der Kreisstraßen gesteckt worden, 3,5 mal mehr als üblich.

Erfreulich ist die Entwicklung in der Abfallwirtschaft. Zum dritten Mal in Folge sanken die Abfallgebühren spürbar um rund elf Prozent. „Zumindest bayernweit dürfte dies einmalig sein“, so die Landrätin.

Weitsichtig arbeitet der Landkreis im Bereich Leader. 2014 stand ganz im Zeichen der Neubewerbung für die EU-Gelder. Ob der Kreis wieder in das europäische Förderprogramm aufgenommen wird, wird sich im ersten Quartal 2015 entscheiden.

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