Die Eckpunkte des Vermögenshaushalts für den Gemeindehaushalt 2014 erläuterte Willanzheims Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert in der Jahresschlusssitzung am Montag. Dabei offenbarte sich, dass die Gemeinde aktuell keine großen Sprünge in Form von zusätzlichen Projekten machen kann.

Der größte Batzen wird kommendes Jahr mit 424 000 Euro die Breitbanderschließung in den Ortsteilen sein, davon werden aber 254 000 Euro als Zuschuss vom Freistaat Bayern erwartet. Mit 140 000 Euro sind die Tiefbauerschließung, 45 000 Euro für den Wasserleitungsbau und 130 000 Euro für die Abwasseranlage für das Herrnsheimer Baugebiet „Wegäcker II“ veranschlagt.

Ebenfalls im sechsstelligen Bereich liegt das Projekt Hydraulische Entlastung an den Weiden in Willanzheim mit 130 000 Euro.

Der Etatentwurf sieht unter anderen noch die weiteren Posten vor: Leichenhaus im Hüttenheimer Friedhof (70 000 Euro), Schlussrechnung Photovoltaikanlagen an der Kläranlagen (30 000 Euro), Zuschuss für den Wasserwerkausbau (30 000 Euro), Sanierung Kirchenburg Hüttenheim (40 000 Euro), Digitalfunk für die Feuerwehren (30 000 Euro).

Abwarten, was bleibt

Die Gemeinde hat eine Darlehenstilgung von 107 800 Euro zu leisten. Der Vermögenshaushalt soll insgesamt 1,38 Millionen Euro umfassen. Ob eine Rücklagenzuführung möglich ist und ob Fehlbeträge gedeckt werden müssen, ist derzeit noch offen. Deswegen bleibt abzuwarten, was unter dem Strich stehen wird, wenn Einnahmen und Ausgaben gegenüberstehen.

Der Gemeinderat behandelte noch folgende Themen:

• Das Amt für Landwirtschaft und Forsten zog die Fördermittel des Jahres 2011 zum Vertragsnaturschutz für die Mittelwaldflächen der Gemeinde zurück. Ingrid Reifenscheid-Eckert sah nach der Prüfung des Bescheids mehrere Punkte anders und regte an, gegen den Bescheid Widerspruch einzulegen. „Wir werden uns hartnäckig darum bemühen, dass wir den Zuschuss nicht zurückzahlen müssen“, versicherte die Bürgermeisterin.

• Die Gemeinde verschickte noch vor Weihnachten Bescheide von Wasser- und Kanal-Beiträgen, um zu verhindern, dass Beiträge verjähren, machte die Bürgermeisterin deutlich.

• Ingrid Reifenscheid-Eckert machte aus nichtöffentlicher Sitzung öffentlich, dass der Willanzheimer Gasthof „Schwarzer Adler“ der Gemeinde zum Kauf angeboten worden sei. Nach einer Besichtigung habe das Ratsgremium entschieden, auf einen Erwerb zu verzichten.

• Über den Änderungsentwurf zum Regionalplan teilte die Bürgermeisterin mit, dass nach einer ersten Prüfung sich drei Potenzialflächen für Windkraft in der Gemarkung der Gemeinde ergeben hatten. Zwei Flächen fielen wegen der Schutzwürdigkeit des Wiesenweihe-Vogels wieder heraus und eine dritte Parzelle schied auf Grund der Nähe zu einer Photovoltaikanlage aus. Die Räte stimmten diesen Änderungen zum Regionalplan zu.