Albertshofen

Die Albertshöfer müssen weniger Abwassergebühren bezahlen

Eine gute Nachricht für die Bürger hatte Albertshofens Bürgermeister Horst Reuther in der Ratssitzung am Dienstag. Da die Gemeinde immer noch eine Sonderrücklage für die Abwassergebühren hat, sinkt der Finanzierungsbedarf und der Gemeinderat beschloss, die Gebührensenkung des Kubikmeters Abwasser auf 1,50 Euro mit dem Jahresbeginn 2020.
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Die mobilen Geschwindigkeitsmessgeräte an der Albertshöfer Umgehungsstraße bleiben stehen. Doch gibt es kaum Chancen für eine Ampelanlage an der Kreuzung von der Waldstraße zur Gartenlandhalle (im Hintergrund), vorerst wurde eine Entscheidung im Gemeinderat noch vertagt. Foto: Hartmut Hess

Eine gute Nachricht für die Bürger hatte Albertshofens Bürgermeister Horst Reuther in der Ratssitzung am Dienstag. Da die Gemeinde immer noch eine Sonderrücklage für die Abwassergebühren hat, sinkt der Finanzierungsbedarf und der Gemeinderat beschloss, die Gebührensenkung des Kubikmeters Abwasser auf 1,50 Euro mit dem Jahresbeginn 2020.

Die Abwassergebühren waren in der vergangenen Dekade mehrmals gesenkt worden, vor allem wegen dem Druck aus dem Landratsamt, die Sonderrücklage abzubauen. Kostete der Kubikmeter Abwasser den Bürger im Jahr 2008 noch 1,80 Euro, ging der Betrag in den Keller bis ins Jahr 2013 mit 0,86 Euro. Dann kam der abrupte Anstieg auf zwei Euro im Jahr 2016. Da die Sonderrücklage nicht so abgeschmolzen ist, wie es geplant war und die Gemeinde bei den Ausgaben 160 000 Euro einsparen konnte, standen die Weichen jetzt wieder Richtung Absenkung. Die Verwaltung ermittelte einen Bedarf von 1,43 Euro zur Kostendeckung und dieser Rechnung wurde die Ratsrunde jetzt gerecht mit dem Beschluss, die Abwassergebühr auf 1,50 Euro zu reduzieren.

Weitere Themen im Rat

Die Ratsrunde hob ihren Beschluss vom Juli auf und lässt ab sofort die Straßenbeleuchtung wieder die ganze Nacht durch brennen. Auf Antrag der SPD-Ratsmitglieder Barbara Hügelschäffer und Gerhard Uhl war im Zeitraum Oktober/November die Straßenbeleuchtung probeweise von Mitternacht bis morgens um 4 Uhr abgeschaltet worden. Die Resonanz aus der Bürgerschaft war eindeutig: mehrheitlich hätten die Bürger sich gewünscht, alles so zu belassen, wie es zuvor war. Barbara Hügelschäffer hielt ein flammendes Plädoyer für die Abschaltung, doch eine 11:4-Mehrheit am Ratstisch sah das anders und lehnte ihren Antrag ab.

Ein weiterer Antrag des SPD-Ortsvereins verfehlte vorerst ebenfalls sein Ziel, eine Drückampelanlage am Übergang über die Umgehungsstraße von der Waldstraße zur Gartenlandhalle zu bekommen. Seit Monaten hat die Gemeinde dort mobile Geschwindigkeitsmessgeräte aufgestellt. Wie der Bürgermeister informierte, hat eine Nachfrage im Landratsamt ergeben, dass dort eine Ampelanlage nicht zulässig sei. Denn das Landratsamt sieht keine besondere Gefahrenlage, die die Errichtung einer Ampelanlage rechtfertigen würde. Die Polizeiinspektion äußerte sich in einer schriftlichen Stellungnahme ähnlich. Gerhard Uhl monierte, dass er vom stellvertretenden Landrat Robert Finster andere Aussagen bekommen habe. Die Ratsrunde vertagte deshalb den Beschluss, jetzt soll Gerhard Uhl seine Informationen schriftlich belegt auf den Tisch bringen und dann wird entschieden. Wie der Bürgermeister informierte, lehnt das Landratsamt auch die Versetzung der Ortsschilder ab, weil das nur bei durchgängiger Bebauung möglich sei.  

Der Gemeinderat nahm die Ergebnisse der überörtlichen Rechnungsprüfung zur Kenntnis. Dabei wurde die Gemeinde nur gebeten, Erschließungsbeiträge aus den Jahren 2016 bis 2018 nachzuveranlagen.

Die Gemeinde hat derzeit einen recht hohen Kassenstand von über 3,1 Millionen Euro bei Banken und läuft Gefahr, ab dem kommenden Jahr Verwahrentgelte oder Negativzinsen zahlen zu müssen. Deswegen beschloss der Gemeinderat einen KfW-Kredit, bei dem die Zinsbindung ausläuft, nicht zu verlängern, sondern mit einer Sondertilgung von 83 000 Euro abzuzahlen.

Der Gemeinderat war sich einig, ein weiteres mobiles Geschwindigkeitsmessgerät für 2400 Euro anzuschaffen, das in der Kitzinger Straße postiert werden soll. Die beiden vorhandenen Geräte sollen derweil an der Umgehungsstraße bleiben.

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