Willanzheim

Die Abrissbagger machen die Hüttenheimer Schule platt

Die Tage des Hüttenheimer Schulhauses sind endgültig gezählt, die Frickenhäuser Firma Ruppert hat das Gebäude schon entkernt und die Bauarbeiter sind weiter am Werk. Während der Arbeiten ergaben sich Ergänzungsangebote weil im Boden- und Decken-Aufbau Heraklith-Platten zusätzlich zu entsorgen waren, wie auch Dämmung von Dach und Wänden. Daneben wurde eine alte Kläranlage gefunden und am Dach tauchten noch Schweißbahnen auf, die ebenfalls teuer entsorgt werden mussten. Daraus resultiert ein Nachtragsangebot von 33 600 Euro, die aber noch zuschussfähig sind, weil die Abbruchkosten noch nicht überschritten sind. Ende dieser Woche rollen die Bagger an und bis Weihnachten soll das Gebäude verbunden sein.
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Die Bauarbeiter haben das Hüttenheimer Schulhaus bereits entkernt. Ab kommender Woche machen die Abrissbagger das Gebäude endgültig platt. Foto: Hartmut Hess

Die Tage des Hüttenheimer Schulhauses sind endgültig gezählt, die Frickenhäuser Firma Ruppert hat das Gebäude schon entkernt und die Bauarbeiter sind weiter am Werk. Während der Arbeiten ergaben sich Ergänzungsangebote weil im Boden- und Decken-Aufbau Heraklith-Platten zusätzlich zu entsorgen waren, wie auch Dämmung von Dach und Wänden. Daneben wurde eine alte Kläranlage gefunden und am Dach tauchten noch Schweißbahnen auf, die ebenfalls teuer entsorgt werden mussten. Daraus resultiert ein Nachtragsangebot von 33 600 Euro, die aber noch zuschussfähig sind, weil die Abbruchkosten noch nicht überschritten sind. Ende dieser Woche rollen die Bagger an und bis Weihnachten soll das Gebäude verbunden sein.

Wenn sobald es die Witterung im kommenden Jahr zulässt, werden am bisherigen Standort der Schule die Bauarbeiten beginnen für den Neubau des Kindergartens und eines Gemeindehauses. Dafür vergab der Gemeinderat folgende Aufträge: Baumeisterarbeiten: Rank Bau aus Kitzingen für 231.652 Euro; Zimmererarbeiten: Holzbau Pfeiffer aus Remptendorf im Vogtland für 513.876 Euro; Sonnenschutz: Firma Früchtel aus Grafing für 17.869 Euro; Gerüstbauarbeiten: Firma Fuchs aus Eisingen für 9239 Euro.

Bei der örtlichen Rechnungsprüfung offenbarte sich, dass es im Bereich Abwasser ein Defizit in der kalkulatorischen Berechnung ergeben hat, ursächlich dafür waren die Klärschlammbeseitigung und die Anschaffung eines neuen Rechens in der Kläranlage. Derzeit liegt die Gebühr pro Kubikmeter Abwasser bei 2,23 Euro. Um die Kostendeckung zu erreichen, erhöhte die Ratsrunde die Gebühr auf 2,90 Euro ab dem Jahr 2020.

Sondergebiet für Freiflächenanlage

Die Stadt Mainbernheim plant ein Sondergebiet für eine Freiflächenanlage in der Gemarkung Am Zollstock, die sie jenseits des Bahndamms auf Willanzheimer Seite befindet. Im Rahmen der Anhörung der Träger öffentlicher Belange hatte der Willanzheimer Gemeinderat Bedenken angemeldet und in der jetzt vorliegenden Fassung teilweise eingearbeitet. Willanzheim macht aber weiterhin die Störung des Landschaftsbildes geltend. Für den Erschließungsweg ist die Überfahrt der Willanzheimer Gemarkung aber notwendig. Ein dort befindlicher Flurweg sei aber nur für eine Achslast von fünf Tonnen zugelassen und ist dem landwirtschaftlichen Verkehr vorbehalten. Dazu müsse noch eine klare Regelung getroffen werden.

Käferholz im Gemeindewald

Zum Gemeindewald in den Ortsteilen informierte Ingrid Reifenscheid-Eckert, dass 450 Festmeter an Käferholz entfernt werden musste. Da die Gemeinde die Menge schnell auf den Markt brachte, erlöste sie noch einen annehmbaren Betrag, während sich mittlerweile kein Abnehmer mehr für Käferholz findet. Im neu beginnenden Forstjahr gelte es, in Einzäunungen und Nachpflanzungen zu investieren. Die Gemeinde habe bei der Forstbetriebsgemeinschaft bereits Pflanzen reserviert, auch für viele abgestorbene und gefällte Eschen im Willanzheimer Güterwald.

Die Ratsrunde stellte die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2018 fest. Da es im Rechnungsprüfungsausschuss keine Einwände gab, erteilte der Gemeinderat Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert und der Verwaltung die Entlastung.

Zuschuss an den SC Kickers

Der Gemeinderat befürwortete einen Zuschuss von 500 Euro an den SC Kickers Markt Herrnsheim. Nach einem Sportplatzbrand standen einige Reparaturarbeiten an Zäunen, Toren und dem kleinen Sportheim an, die 3623 Euro erforderten, woran sich die Gemeinde beteiligt.

Die Vereinigung Naturpark Steigerwald will dem kompletten Steigerwald wandertechnisch überplanen lassen, woran sich auch der Landkreis beteiligt und die Hälfte der anfallenden Kosten für die tangierten Gemeinden übernimmt.  

Die katholische Kirchenstiftung Willanzheim hatte bereits im vergangenen Jahr einen Zuschussantrag gestellt, für weitere Arbeiten stellte die Gemeinde jetzt weitere 2500 Euro bereit. Der Musikverein will eine neue Tuba für 1800 Euro anschaffen, dazu gewährt die Gemeinde 400 Euro.  

Für die Kommunalwahl 2020 ernannte der Gemeinderat den Altbürgermeister Wilhelm Sturm zum Wahlleiter und Gabi Hadek als seine Stellvertreterin.

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