Kitzingen

Diakonie saniert das „Haus Mainblick“ und baut um

Eine Million Euro investiert das Diakonische Werk in die umfangreiche Sanierung seines Seniorenheims „Haus Mainblick“. Geschäftsführer Jochen Keßler-Rosa erklärt, wofür.
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Informierten über die geplante Sanierung des Kitzinger Senioren- und Pflegeheims „Haus Mainblick“ (von links): Volker Göbel, Carina Bischof, Sabine Bischoff und Jochen Keßler-Rosa.

Eine Million Euro investiert das Diakonische Werk Kitzingen ins „Haus Mainblick“. Viele Doppelzimmer werden zu großen Einzelzimmern. Bäder und Balkone werden behindertengerecht. Der Geschäftsführer, Pfarrer Jochen Keßler-Rosa, und Volker Göbel von der Geschäftsleitung, Bereich stationäre Dienste, informierten gemeinsam mit Einrichtungsleiterin Sabine Bischoff und ihrer Assistentin Carina Bischof über den Umbau in der Pflege- und Senioreneinrichtung.

Schneller sanieren als geplant

In einer Vorstandssitzung sei beschlossen worden, „die Sanierung schneller und konsequenter vorzunehmen als bislang geplant“, veranschaulichte Keßler-Rosa. Die Notwendigkeit erläutert Göbel: „Die gesetzlichen Anforderungen haben sich grundsätzlich geändert. Um diese zu erfüllen, müssen wir das Haus jetzt umfassend sanieren.“ Vorgegeben wird der Bedarf durch die neuen Richtlinien des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes. Falls diese Bedingungen nicht rechtzeitig umgesetzt würden, „würde uns der Betrieb des Hauses untersagt werden“, sagte Göbel. So weit möchte es die Diakonie aber gar nicht erst kommen lassen.

Nach ausführlichen Verhandlungen mit der Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen, Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA), vormals Heimaufsicht, beim Landratsamt Kitzingen konnten die Verantwortlichen eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung für die Sanierung des Hauses finden. „Wir müssen die Auflagen bis zum Jahr 2026 erfüllen. Diese Frist könnten wir bis zum letzten Tag ausschöpfen, aber wir verfolgen einen anderen Ansatz und wollen den Umbau so schnell wie möglich umsetzen“, hofft Göbel, Bewohnern und Beschäftigten schon bald bessere Verhältnisse bieten zu können.

Wildhagen-Villa nicht betroffen

Bereits im letzten Jahr investierte das Diakonische Werk rund 200 000 Euro in die Modernisierung der ehemaligen Wildhagen-Villa. „Sie ist jetzt vom Umbau nicht betroffen, da dort keine Pflege stattfindet“, fügte Keßler-Rosa hinzu. Dort befindet sich neben einem Ess- und Aufenthaltsraum auch ein Café, das an drei Wochentagen als Begegnungsstätte genutzt wird.

Nach dem Umbau des Heims stehen nur noch 54 statt 70 Plätze zur Verfügung. Der Grund für die geringere Anzahl ist die Notwendigkeit, behindertengerechte Einzelzimmer anzubieten. „Dabei wird das eine oder andere Doppelzimmer zugunsten eines größeren Einzelzimmers wegfallen“, sagte Göbel.

Bäder werden umfassend saniert

Eine große Herausforderung stellen die Bäder dar, die allesamt bislang nicht den Anforderungen entsprechen und umfassend saniert werden müssen. Erhalten bleiben die Balkone. Auch sie werden behindertengerecht zugänglich gemacht. Um den Umbau bei laufendem Betrieb durchzuführen, müssten durchgehend zwölf freie Zimmer bereitgehalten werden, in welche die Bewohner zeitweise umziehen könnten. Beabsichtigt sei, die Sanierung an einem Stück durchzuführen. Göbel geht nach Absprache mit Architekt Florian Göger aus Schweinfurt von einem Zeitraum von neun Monaten aus. Finanziert werde der Umbau aus eigenen Mitteln ohne Zuschüsse.

Vor dem Beginn der Bautätigkeit wollen Keßler-Rosa und Göbel die Bewohner und Angehörigen in einer Versammlung umfassend über das Vorhaben und dessen Ablauf informieren. „Das wird ein Gewinn für alle sein“, ist Göbel überzeugt. Noch steht nicht fest, wann nach der Ausschreibung die Arbeit beginnen könne. „Nach Rücksprache mit dem Architekten rechnen wir mit einem Baubeginn ab Mitte 2019“, sagte Keßler-Rosa.



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