Mit 67 Litern hat der Dezember dafür gesorgt, dass das Jahr 2012 als ein überdurchschnittlich nasses Jahr in die Geschichte eingehen wird. Am Ende hat es das Jahr in Kitzingen auf 604 Liter gebracht und lag damit um 22 Liter über dem langjährigen Schnitt von 582 Litern.

Die 67 Liter (im Schnitt sind es 47) sind allerdings mit etwas Vorsicht zu genießen und erstmals seit über zehn Jahren nicht an der Messstelle am Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in der Mainbernheimer Straße in Kitzingen gemessen worden. Dort ist Gerhard Reiser, der lange Jahre für die Aufzeichnung der Niederschläge zuständig war, Anfang Dezember in den Ruhestand gegangen. Mit ihm endet auch die über 40 Jahre geführte Statistik.

Gut, dass es das Agrarmeteorologisches Messnetz Bayern der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft gibt. Das betreibt fünf Messstationen im Landkreis Kitzingen, eine davon im gleich neben Kitzingen gelegenen Albertshofen. Die dort gemessenen 67 Liter dürften mit leichten Schwankungen ziemlich genau das sein, was auch in Kitzingen heruntergekommen ist. Deshalb fließen die in die Jahresstatistik 2012 ein.

Das heißt dann: Der Dezember hat in diesem Jahr 20 Liter mehr Niederschläge gebracht als im Durchschnitt. Der liegt bei 47 Litern. Wie ein Blick in die Statistik des Amts in der Mainbernheimer Straße zeigt, ist der Dezember für alle möglichen Niederschlagsvarianten gut. Den Rekord lieferte er 1993, als 138 Liter registriert wurden und auch 2011 war mit 112 Litern eher die Ausnahme. Es gibt aber auch das andere Extrem. 1975 zum Beispiel sind nur sechs Liter gemessen worden und 1972 waren es zehn Liter.

Der Verlauf 2012 sieht am Ende so aus: Januar 56 Liter (38 ist der Durchschnitt), Februar 14 Liter (34), März, fünf Liter (40), April 17 Liter (38), Mai 44 (55), Juni 68 (63), Juli 97 (67), August 44 (58), September 50 (47), Oktober 51 (50), November 92 (47) und Dezember 67 (47).

Auf den Feldern im Landkreis hat die derzeitige Witterung kaum Einfluss. Die Winterruhe hat sich längst über die Fluren gelegt. Bis es wieder was zu tun gibt, wird es noch ein bisschen dauern.

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