WIESENTHEID

Deutsches und amerikanisches Schulleben kennenlernen

Erster Schüleraustausch des Steigerwald-Landschulheims mit der Arcata High School in Kalifornien
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Amerikanische und deutsche Austauschschüler besuchen Würzburg Foto: Foto: Arno Müller

Zum ersten Mal in der Geschichte des Gymnasiums Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid fand in diesem Jahr ein Schüleraustausch über den Atlantik hinaus statt: Dazu flogen Ende März zehn Wiesentheider Schüler mit den Organisatoren des Austausches, Arno Müller und Selina Hammerbacher, nach Kalifornien (USA), um dort 17 Tage bei Gastfamilien zu verbringen. Dabei lernten sie laut einer Pressemitteilung nicht nur die eindrucksvollen Mammutbäume der Nationalparks und die idyllische Pazifikküste bei Arcata, dem Standort der Partnerschule Arcata High School, kennen, sondern vor allem das Gemeinschaftsgefühl, das vor allem auch im Schulleben durch zahlreiche Mannschaften und Clubs zum Ausdruck kommt. Dank der herzlichen Art der Gastfamilien und der gemeinsam verbrachten Zeit blieb nach der Abreise niemand vom Fernweh verschont.

Doch am 23. Juni war es nun endlich soweit: Die amerikanischen Freunde konnten von ihren deutschen Gastfamilien in Empfang genommen werden. Das gemeinsame Programm mit den zehn angereisten Jugendlichen und ihrer Lehrerin Carolyn Bradish-Bareilles startete mit einem Grill- und Spieleabend, in den nächsten Tagen folgten Besuche der umliegenden Städte: In Bamberg wurden die Schüler von einer Führung über das europäische Mittelalter sowie von beliebten Sehenswürdigkeiten wie dem Dom, dem Rosengarten und Klein Venedig in Staunen versetzt.

Würzburg überzeugte durch seine vielfältigen Kirchen, die Residenz sowie den Blick von der Festung Marienberg. In Nürnberg wurde die gemeinsame Zeit nicht nur für einen Besuch der Burg und des Germanischen Nationalmuseums genutzt, sondern auch der Einkauf und Verzehr von Nürnberger Lebkuchen und Nürnberger Bratwürsten wurde nicht vernachlässigt. Natürlich erhielten die amerikanischen Gäste auch einen Einblick in das alltägliche Schulleben, welches sie durch den Einsatz als Muttersprachler in den Englischstunden und der Hilfe an einem Projektbuch der deutschen Gruppe über ihren USA-Aufenthalt bereichern durften.

An den Abenden und Wochenenden hatten die deutschen Gastfamilien die Möglichkeit, eigene Ausflugsideen in die Tat umzusetzen. Dabei lernten die Austauschschüler beispielsweise die fränkische Umgebung mit ihren Weinbergen kennen, ebenso den Baumwipfelpfad im und über dem Steigerwald sowie die Hobbys und den Alltag ihrer Gastgeber. Bevor die Austauschgruppe nach neun Tagen Aufenthalt am 2. Juli wieder abreisen musste, standen den zwanzig Teilnehmern beim gemeinsamen Abschlussabend nicht nur wegen der viel zu schnell verstrichenen Zeit Tränen in den Augen, sondern besonders wegen eines Filmes über den Aufenthalt in Amerika, den Marie Krüger, eine der deutschen Teilnehmerinnen, erstellt hat. Am nächsten Morgen verabschiedete sich die amerikanische Gruppe mit unzähligen Eindrücken im Gepäck und mit der Vorfreude auf weitere Besuche und Gegenbesuche ihrer Gastgeschwister.

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