WIESENTHEID

Deutsche Vergangenheit kaum Thema

Nach der Gründung der Schulpartnerschaft mit der Mae Boyer High School in Jerusalem und dem Besuch der israelischen Schüler im vergangenen Jahr, waren nun 19 Schüler der elften und zwölften Klassen des Steigerwald-Landschulheims Wiesentheid mit ihren Lehrern Elke Wagner und Ansgar Freking in Israel.
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Nach der Gründung der Schulpartnerschaft mit der Mae Boyer High School in Jerusalem und dem Besuch der israelischen Schüler im vergangenen Jahr, waren nun 19 Schüler der elften und zwölften Klassen des Steigerwald-Landschulheims Wiesentheid mit ihren Lehrern Elke Wagner und Ansgar Freking in Israel.

Schon bei der Busfahrt vom Flughafen in die Gastfamilien wurde klar, dass sich die Mentalität der Israelis von der deutschen unterscheidet, so die Mitteilung des Gymnasiums Wiesentheid. Es wurde laut und freudig Stimmung gemacht. Und auch bei einem späteren Besuch auf einem arabischen Lebensmittelmarkt stellten die Wiesentheider fest, dass es in Israel lauter und meist nicht ganz so pünktlich zugeht wie zu Hause.

Fußball und schöne Autos

Während des knapp zweiwöchigen Austausches, besichtigten die Gäste bedeutende Kirchen in Jerusalem, ritten bei einer zweitägigen Wüstentour auf Kamelen durch den Sand und schwebten im salzhaltigen Wasser des Toten Meers. Bei einem Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem erzählte ein jüdischer Holocaust-Überlebender den Schülern von seinen Erlebnissen. Die Diskussion zeigte, dass zumindest seitens der jungen Generation in Israel kaum noch Vorwürfe wegen der deutschen Vergangenheit vorliegen. Für jüngere Israelis sei Deutschland eher das Land von tollen Autos, gutem Fußball und Angela Merkel. Am Ende erkannten die deutschen Gäste, dass Israel viel mehr ist, als ein Land voller bewaffneter Soldaten, Stacheldraht und Hochsicherheitsmauern, sondern ein Ort, an dem verschiedene Kulturen zusammenleben, so die Mitteilung de Schule über den Besuch im Nahen Osten.

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