MARKTBREIT

Deutsch-tschechische Geschichte hautnah

Schon seit zwölf Jahren hat sich die Partnerschaft zwischen dem Gymnasium Zábreh in Tschechien und dem Gymnasium Marktbreit bewährt.
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Besuch in der Goldenen Stadt: In Prag endete für die Schülerinnen des Gymnasiums Marktbreit das Austauschprogramm mit der Partnerschule in Zábreh. Foto: Foto: Bianca Steinmann

Schon seit zwölf Jahren hat sich die Partnerschaft zwischen dem Gymnasium Zábreh in Tschechien und dem Gymnasium Marktbreit bewährt. Zahlreiche Projekte wurden zwischen den Schülern beider Schulen gemeinsam durchgeführt, heißt es in einer Mitteilung des Gymnasiums Marktbreit. Ging es in den bisherigen Aktionen um das Kennenlernen der Sprache, der Kultur oder des Alltags, so stand beim aktuellen Treffen die Geschichte beider Länder im Mittelpunkt.

Es waren nur Schülerinnen, die sich dieses Mal mit ihren Lehrern Katja Schulte Bockholt und Dr. Josef Straka auf die Reise zu ihrer tschechischen Partnerschule in Zábreh machten, die im ehemaligen Sudetenland liegt.

Lenka Hošková, die tschechische Leiterin des Austauschs, hatte ein abwechslungsreiches Programm für die tschechisch-deutsche Gruppe zusammengestellt. Es hatte zwei Komponenten: Die Begegnung mit der deutsch-tschechischen Geschichte und Möglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen.

Ausgangspunkt für den historischen Teil war der deutsch-tschechische Spielfilm „Habermann“. Anhand der Handlung konnte man, in eine Erzählung mit realem Hintergrund gebettet, nachvollziehen, was Deutsche Tschechen und was daraufhin Tschechen Deutschen im Sudetenland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts angetan haben. Dieser Film bot die Basis für die Vertiefung des Wissens um die deutsch-tschechische Geschichte und für die Einsicht, dass Gewaltspiralen nur durch Deeskalation und Völkerverständigung überwunden werden können.

Und die Völkerverständigung fiel den Schülerinnen und Schülern erfreulich leicht. Sie lebten eine Woche lang in einer tschechischen Familie, besuchten eine tschechische Schule und haben nun neue tschechische Freundinnen und Freunde. Abschluss und Höhepunkt der Reise war der Besuch der Hauptstadt Prag. Der Abschied am Bahnhof in Prag fiel den Jugendlichen schwer, doch zugleich wussten alle: Im Frühjahr, wenn der Gegenbesuch der tschechischen Gruppe stattfindet, gibt es ein Wiedersehen.

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