DETTELBACH

Dettelbacher Finanzlage leicht verbessert

Durchwachsen, aber insgesamt positiv, so lässt sich das Fazit von Dettelbachs Kämmerer Roland Gast zum Haushalt der Stadt für 2014 zusammenfassen
Artikel drucken Artikel einbetten
Sichere Sache: Ein Notgroschen im Sparstrumpf. Foto: Foto: dpa

Durchwachsen, aber insgesamt positiv, so lässt sich das Fazit von Dettelbachs Kämmerer Roland Gast zum Haushalt der Stadt für 2014 zusammenfassen. Einnahmesteigerungen bei Steuern und Gebühren (Wasser und Abwasser) sowie eine Verringerung bei Kreis- und Gewerbesteuerumlage hätten dafür gesorgt, dass erstmals seit Längerem wieder eine„erfreuliche Zuführung zum Vermögenshaushalt“ zu erwarten sei, hieß es am Montagabend im Vorbericht zum Haushaltsplan.

In der Tat kann die Stadt mit geschätzten knapp 900 000 Euro eine beträchtliche Summe vom Verwaltungshaushalt (Pflichtaufgaben) in den für Investitionen „zuständigen“ Vermögenshaushalt verschieben, 2013 waren es nur knapp 320 000 Euro gewesen. Ein wenig Wasser in den Wein musste Gast dann aber doch gießen: In den kommenden Jahren sei mit „großen Ausgaben“ zu rechnen, darunter Sanierungen bei der Wasser- und Abwasserversorgung und im Straßenbau.

Nach oben gehen die Ausgaben auch bei den Personalkosten. Die Steigerung von 5,5 Prozent auf jetzt 3,3 Millionen Euro war dann auch einer der wenigen Ansätze für kritische Bemerkungen im Gremium. Michael Schuba mahnte, die Personalkosten dürften nun nicht noch weiter steigen. Außerdem forderte der CSU-Fraktionschef ein Gesamtkonzept für die Feuerwehren im Stadtgebiet und die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen, um die Einnahmesituation der Stadt zu verbessern.

Ansonsten fand der Entwurf des Haushaltsplanes positive Aufnahme im Stadtrat – was wohl auch daran lag, dass das über 150 Seiten starke Dokument bereits in mehreren Sitzungen vorberaten worden war. Bei der anschließenden Abstimmung über die Haushaltssatzung gab es erwartungsgemäß keine Gegenstimme. Bürgermeisterin Christine Konrad verwahrte sich am Rande lediglich gegen ein – offenbar aus Reihen des Stadtrates verbreitetes Gerücht, wonach die Pro-Kopf-Verschuldung Ende 2013 bei 650 Euro gelegen habe. Die Verschuldung liege tatsächlich bei 433 Euro und steige heuer auf gut 470 Euro an.

Das Gesamtvolumen des Haushalts beträgt heuer 25,67 Millionen Euro, knapp elf Prozent mehr als 2013. Der Plan sieht Bau-Investitionen von knapp sieben Millionen Euro vor, größter Brocken sind dabei Kanalsanierungen mit Kosten von 2,27 Millionen Euro.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.