DETTELBACH

Dettelbach soll attraktiver werden

Neu aufgestellt ist der Verkehrs- und Gewerbeverein e.V. (VGV) Dettelbach. Thomas Dauenhauer, neuer erster Vorsitzender und Nachfolger von Sandra Lagier, meint, dass die „Reaktivierung“ des Vereins gut gelungen sei. Nachdem der Verein fünf Jahre brach gelegen habe, freue er sich nun, wieder etwas bewegen zu können, so Dauenhauer auf Anfrage dieser Zeitung.
Artikel drucken Artikel einbetten

Neu aufgestellt ist der Verkehrs- und Gewerbeverein e.V. (VGV) Dettelbach. Thomas Dauenhauer, neuer erster Vorsitzender und Nachfolger von Sandra Lagier, meint, dass die „Reaktivierung“ des Vereins gut gelungen sei. Nachdem der Verein fünf Jahre brach gelegen habe, freue er sich nun, wieder etwas bewegen zu können, so Dauenhauer auf Anfrage dieser Zeitung.

Laut Satzung sei der Vereinszweck des Verkehrs- und Gewebevereins „die Förderung des Fremdenverkehrs, Handels und Gewerbes und des kulturellen Lebens in unserer Stadt“ und diesem Zweck solle der Verein dienen, soweit es in seinen Möglichkeiten stehe. Dazu sei es nicht notwendig, so wie in früheren Jahren, Märkte und Feste zu veranstalten. „Ein Verein kann nur so viel leisten, wie auch die Mitglieder bereit sind, sich in den Verein einzubringen“, sagte Dauenhauer.

Wichtig sei, die Interessen von Fremdenverkehr, Handel und Gewerbe zu vertreten und in Dettelbach voranzubringen. Dauenhauer fordert deshalb alle Dettelbacher Gewerbetreibende auf, sich in den Verein einzubringen. Besonders würde er sich auch über die Gewerbetreibenden aus den Ortsteilen freuen.

Folgende Themen würden den Verkehrs- und Gewerbeverein in den kommenden Jahren besonders beschäftigen, so Dauenhauer: Durch die Sperrung der B 22 Richtung Würzburg und besonders auch durch die Baustelle auf der anderen Seite Richtung Schwarzach sei Dettelbach fast komplett vom Fernverkehr abgeschnitten. „Die völlig verrückte Beschilderung der Umleitung über die A 3 (mit zwei weiteren Baustellen auf dem Weg) macht die Situation noch katastrophaler. Die führen einen im Kreis herum“, ärgert sich Dauenhauer.

Auch wenn diese Maßnahme im November fertiggestellt sein soll, so drohe eine neue Sperrung mit dem geplanten Kreisel 2016. Doch schon jetzt sei der Dettelbacher Tourismus schwer betroffen und eine Umfrage im August in den vier größten Hotels des Ortes habe gezeigt, dass bisher schon Einbußen von bis zu 30 Prozent bei den Übernachtungen zu verzeichnen seien.

Auch die Parksituation in der Altstadt werde von den Gewerbetreibenden als unbefriedigend angesehen. Hier müssten Verbesserungen geschaffen werden. „Schnell werden Strafzettel ausgestellt und Touristen – sofern sie einen Parkplatz im Altort finden – können keinen Parkschein über Nacht lösen“, moniert der Vorsitzende. Hier müsse ein Konzept her. „Statt alter Scheunen sollten mehr Parkflächen im Altort geschaffen werden.“

Die Zusammenarbeit zwischen dem Verkehrs- und Gewerbeverein und der Touristinfo der Stadt sei ein weiteres Thema, dessen man sich annehmen will. Der VGV lobt ausdrücklich die Arbeit des Fremdenverkehrsamts. Für die Zukunft wünscht sich der Verein von der Touristinfo wieder Sitzungen des Fremdenverkehrsbeirats, eine Jahresversammlung des Fremdenverkehrsamtes mit Informationen für die Leistungsanbieter.

Einbringen könne sich der Verkehrs- und Gewerbeverein auch beim Stadtfest zum Jubiläum 2016. Allerdings gab der Vorstand zu Bedenken, dass man dafür eigentlich viel zu spät dran sei, da man nicht mehr in den Veranstaltungskalender mit aufgenommen werden könne.

Anita Neumeister möchte die Anwohner dazu animieren, dass diese wieder mehr Blumenschmuck anbringen. Auch dadurch könne die Attraktivität von Dettelbach gesteigert werden. Dazu könne sie sich durchaus einen Wettbewerb nach dem Motto „Wer hat den schönsten Blumenschmuck“ vorstellen. Die Bewohner sollen sich bewerben und eine Jury soll entscheiden.

Weitaus schlimmer als fehlender Blumenschmuck sei jedoch die Taubenplage in der Altstadt. „Viele Betriebe und Gäste beschweren sich erheblich über die massive Taubenplage“, so Dauenhauer.

Zum Abschluss lag Marcel Hannweber noch die Ansiedlung von neuem Gewerbe in der Altstadt am Herzen. Dazu solle zunächst eine Liste erstellt werden, welches Gewerbe in der Stadt benötigt wird und welche Räume dafür zur Verfügung stünden.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.