VOLKACH

Der kurze Draht zum Ministerium

Vor gut einem Jahr wurde die Arbeitsgemeinschaft (Arge) der Feldgeschworenenvereinigungen Unterfranken mit dem Ziel einer engen Kooperation zwischen den örtlichen Vereinigungen, den Fachbehörden und dem Ministerium in München gegründet. Diese Woche trafen sich die Mitglieder der neuen Arge erstmals zu einer Arbeitstagung im unterfränkischen Volkach.
Artikel drucken Artikel einbetten
Konzentriert bei der Sache: Beim Premiere-Treffen der Arge der Feldgeschworenenvereinigungen Ufr. in Volkach diskutierten (von links) Eberhard Nuß (Landrat WÜ), Emil Fischer (Vermessungsamt), Ottmar Porzelt (Amt für ländliche Entwicklung), Norbert Jesberger (Vorsitzender der Arge), Tobias Kunst (Finanzministerium), Adelheid Hüttlinger (Regierung von Ufr.) und Peter Kornell (Bürgermeister Volkach) über Aktuelles. Foto: Foto: Peter Pfannes

Vor gut einem Jahr wurde die Arbeitsgemeinschaft (Arge) der Feldgeschworenenvereinigungen Unterfranken mit dem Ziel einer engen Kooperation zwischen den örtlichen Vereinigungen, den Fachbehörden und dem Ministerium in München gegründet. Diese Woche trafen sich die Mitglieder der neuen Arge erstmals zu einer Arbeitstagung im unterfränkischen Volkach.

„Nur eine starke Gemeinschaft kann etwas erreichen“, sagte der Vorsitzender der Arge Norbert Jesberger im Festsaal des Schelfenhauses. Er habe sich von Beginn an für die Gründung der Arbeitsgemeinschaft eingesetzt, der 17 Vorsitzende in Unterfranken zustimmten und sich eine Geschäftsordnung gaben. 28 Feldgeschworenenvereinigungen gibt es in Unterfranken, neun im Landkreis Bad Kissingen, je fünf in den Bereichen Lohr, Aschaffenburg und Schweinfurt sowie vier im Raum Würzburg einschließlich Kitzingen (1).

Als gemeinsame „Artikulation gegenüber Politik und Verwaltung“ sieht Tobias Kunst vom bayerischen Finanzministerium die Arge. Der Referatsleiter ist im Ministerium für die Feldgeschworenen zuständig und war zu der Tagung nach Volkach gekommen. Gesamtfranken sei jetzt abgedeckt, was eine „höhere Schlagkraft“ zur Folge habe. Mit über 5000 Feldgeschworenen sei Unterfranken die „Herzkammer“ der Feldgeschworenen. Kunst informierte über die Umbenennung der Vermessungsämter in „Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung“. Das Rechenzentrum sei als IT-Dienstleistungszentrum in das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung eingebunden.

Der Ministerialrat streifte Themen wie die Wählbarkeit der Feldgeschworenen und die Wahlen der Obmänner. Bereits mit 18 Jahren kann man Feldgeschworener werden. Seine Empfehlung: Obmänner sollten in den Gemeinden alle sechs Jahre neu gewählt werden. Wenn es um historische Grenzsteine geht, sollten die Feldgeschworenen die Denkmalschutzbehörden am Landratsamt einbinden und die Heimatpfleger beteiligen. „Grenzsteine gelten als Baudenkmal im Sinne des Denkmalschutzgesetzes“, so Kunst zu den Zeugen der Vergangenheit. Bei der Nutzung der modernen Technik wie GPS bat er die Siebener um Augenmaß. Falls Grenzen mit GPS falsch abgemarkt wurden, könnte dies Schadenersatzansprüche zur Folge haben. Versichert sind Feldgeschworene bei ihrer Tätigkeit über die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) der Kommunen. Kunst richtete seinen Blick nach vorne auf den Tag der Feldgeschworenen 2015, der am 20. März in der Brose-Arena in Bamberg stattfinden wird.

Volkachs Bürgermeister Peter Kornell sah Vorteile in der neuen Arge. Hier könnten gegenseitig in ganz Unterfranken Erfahrungswerte ausgetauscht werden, was die Arbeit der Feldgeschworenen künftig erleichtere. Bei einer Stadtführung zeigte er den Gästen die historischen Schätze Volkachs.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.