Gleich an zwei markanten Orten sind in Obernbreit Bilder des Tückelhäuser Kirchenmalers und Künstlers Karl Clobes zu sehen: In der katholischen Kirche Maria Regina am Sonnenhang und in der ehemaligen Synagoge. In beiden Ausstellungsorten sind Clobes Werke in je vier Themengruppen zusammen gestellt.

Ein weites Spektrum

Kräftige Farben bis hin zu zu zarten Pastelltönen, gegenständlich, sich auflösende Strukturen, und abstrakte Farbkompositionen: Das Werk von Karl Clobes umfasst ein weites Spektrum – bildet beim Betrachten doch eine Einheit die sich im Lauf der Jahre immer weiter entwickelte.

Themen des Alten Testaments, Landschaftsimpressionen aus Eindrücken einer Reise nach Israel, Skizzen, die den Weg zu einigen Bildern zeigen und Spätwerke, die sich mit den Themen des Lichts, dem Loslösen vom Gegenständlichen auseinander setzen, sind in der Synagoge zu sehen.

Im Zentrum der Werke in der Kirche steht natürlich das große, den Raum prägende Altarbild der Kreuzwegstationen an der Süd-Ost-Wand. Für Pfarrer Adam Possmayer eines der größten und wichtigsten Arbeiten Clobes, das jeden Gottesdienst in Obernbreit begleitet und bereichert und auch immer wieder zum Teil des Gottesdienstes wird.

Bilder und der Raum

Maria, das Fest der Auferstehung und Szenen aus dem Leben Jesu sind die weiteren Themen der Ausstellung in der Kirche. „Die Bilder fügen sich wunderbar in den Kirchenraum ein“, sagte Possmayer bei der Ausstellungseröffnung in der ehemaligen Synagoge.

Die Idee zur Ausstellung, so Friedrich Heidecker, Vorsitzender des Fördervereins ehemalige Synagoge Obernbreit, entstand vor zwei Jahren, bei einem Besuch im Atelier des Malers in Tückelhausen.

Zusammen mit Sohn Stephan Clobes, der bei der Eröffnung am Donnerstag kurz in das Werk seines Vaters einführte, organisierte und konzipierte der Förderverein und die katholische Kirchengemeinde Obernbreit dann die Doppel-Ausstellung. Die Bilder der Ausstellungen stammen überwiegend aus Privatsammlungen und der Diözese Würzburg und umspannen einen Zeitraum von 1963 bis 1995.

Geöffnet ist die Ausstellung in der ehemaligen Synagoge und in der Marienkirche am Sonnenhang noch an diesem Sonntag sowie am 10. Mai von 16 bis 18 Uhr und am 11. Mai von 11 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung, Tel. (0 93 32) 94 69.