KITZINGEN

Der VdK kümmert sich um die Gemeinschaft

Wären alle Mitglieder, die zur Ehrung für langjährige Mitgliedschaft im VdK eingeladen waren, gekommen, dann wäre aus der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Kitzingen am Samstag im Körbla ein Ehrungsmarathon geworden.
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Engagierte Mitglieder: Diese Mitglieder des VdK-Ortsvereins Kitzingen wurden geehrt. Foto: Foto: Gerhard Bauer

Wären alle Mitglieder, die zur Ehrung für langjährige Mitgliedschaft im VdK eingeladen waren, gekommen, dann wäre aus der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Kitzingen am Samstag im Körbla ein Ehrungsmarathon geworden.

Ortsvorsitzender Hartmut Stiller begrüßte neben den 17 (von 61) erschienenen Jubilaren auch Bürgermeister Klaus Heisel, Ehrenkreisvorsitzenden Gustav Patz und Kreisgeschäftsführer Klaus-Peter Mai. Stiller, Heisel und Mai überreichten die Urkunden und Ehrenabzeichen.

In seinem Grußwort würdigte Heisel das permanente Bestreben des VdK, seine und die Anliegen der Mitglieder bundesweit auf politischer Ebene zu vertreten. Dabei werde großartige Arbeit von Beschäftigten und Ehrenamtlichen geleistet, vor allem wenn es um Hilfe suchende Schwache gehe. Der VdK sei kein Veranstaltungsverein, sondern wichtig für das Zusammenleben.

Die zahlreichen Flüchtlinge bedeuteten nicht nur neue Aufgaben für die Kommunen, sondern auch für den VdK. Für Kreisgeschäftsführer Mai findet der VdK ohnehin auf der unteren Ebene statt – mit der Besonderheit in Kitzingen, dass der Ortsverein mehr Mitglieder zähle als mancher Kreisverband in Bayern. Vorsitzender Stiller berichtete, dass die Mitgliederzahl in Kitzingen binnen 20 Jahren von 1444 (1996) auf aktuell 3029 anwuchs. Der Kreisverband hat derzeit 9660 Mitglieder von 645 000 in Bayern. Das älteste Mitglied in Kitzingen zählt 100 Lenze, das jüngste 15 Jahre, das Durchschnittsalter liegt bei 62,7 Jahren.

Von einigen VdK-Einrichtungen wie den Erholungshäusern, der Telefon-GmbH und der Zusammenarbeit mit einer Versicherung habe man sich getrennt. Dafür wurde eine Zusammenarbeit mit der Lohnsteuerhilfe Bayern eingerichtet, der Mieterverein Würzburg soll folgen. Mit der Neuausrichtung will der VdK seinen Arbeitsschwerpunkt, die Sozialrechtsberatung, stärken.

Stiller kündigte für den 1. Oktober das 8. VdK-Sozialforum in Kitzingen an. Es verfolgt das Thema „Teilhabe von Menschen mit Behinderung und Barrierefreiheit“. Das Einführungsreferat halte die Behindertenbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Irmgard Badura. Beginn ist um 18 Uhr im Dekanatszentrum. 2016 soll das Thema „Leben und Wohnen im Alter“ lauten.

Gerade die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum sieht Stiller im Argen, denn es gelte Fußgängerüberwege, Senioreneinrichtungen und die gesamte kommunale Infrastruktur zu ertüchtigen. Alleine in Bayern gehe es um rund 1000 Bahnhöfe, 4000 Schulen, mehr als 21 000 Gebäude in staatlicher Hand, 375 Polizeidienststellen und hörbare Signale an Tausenden von Ampelanlagen. Lediglich fünf Prozent des gesamten Wohnungsbestandes in Deutschland seien derzeit barrierefrei.

Neben dem Ehrenamt hat der VdK mit dem Pflegebegleiter, der Info-Telefon-Pflege, Schulbeauftragten, Prüfer und Berater für Barrierefreiheit, Lotsen, Freizeitbegleitern und der Freiwilligenkoordination neue Felder für ehrenamtliche Betätigung geschaffen. Stiller kündigte weiter die Einladung von 20 Flüchtlingen zur Weihnachtsfeier an.

Da zuletzt mehr als 500 Geburtstagsbesuche zu absolvieren waren, gratuliert der Ortsverein ab sofort ab dem 70. Lebensjahr in Fünfjahresschritten, ab dem 90. Lebensjahr dann jährlich. Bei der alljährlichen Sammelaktion „Helft Wunden heilen“ sammelte der Kreisverband im Vorjahr 34 582 Euro, der Ortsverein ist mit 2840 Euro beteiligt. Allerdings, so Stiller, mangelt es an Sammlern.

Wie Stiller mit Blick auf moderne Medien wissen ließ, erfreut sich die von seinem Stellvertreter Max Michelsen betreute Internetseite zunehmenden Zuspruchs. Die Internetseite www.vdk.de/ov-kitzingen werde derzeit im Monat von durchschnittlich 1022 Interessenten aufgerufen.

Ehrungen: 50 Jahre: Hermine Adam, Heinz Lang; 30 Jahre: Ottilie Baumüller, Otto Blasczyk, Helga Dümler, Hugo Weiglein; 25 Jahre: Martin Andres, Ruth Dohnal, Erich Losert, Anni Meichsner, Rosemarie Noé, Angelika Schwanitz, Paul Straßberger.

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