RÖDELSEE

Der Touristikverein löst sich auf

Keine Rettung für den Touristikverein in Rödelsee: Beim erneuten Treffen, zu dem Bürgermeister Burkhard Klein ins Rathaus geladen hatte, fand sich erneut niemand, der als Nachfolger des zurückgetretenen Walter Fuhrmann die Führung des 66 Mitglieder zählenden Vereins übernehmen will.
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Ratlose Mienen: Auch bei der erneuten Zusammenkunft fand sich kein Vorsitzender, der die Geschicke des Tourismusvereins in Rödelsee übernehmen will. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Keine Rettung für den Touristikverein in Rödelsee: Beim erneuten Treffen, zu dem Bürgermeister Burkhard Klein ins Rathaus geladen hatte, fand sich erneut niemand, der als Nachfolger des zurückgetretenen Walter Fuhrmann die Führung des 66 Mitglieder zählenden Vereins übernehmen will. Nachdem sich in der Hauptversammlung vor rund vier Wochen niemand bereit erklärt hatte, wurde ein Aufschub vereinbart, um noch einmal Kandidaten zu suchen.

Zum erneuten Treffen waren elf Personen der Einladung des Bürgermeisters ins Rathaus gefolgt. „Es geht darum, wer ist bereit, sich den Hut aufzusetzen. Gibt es jemanden aus dem Kreis“, fragte der Bürgermeister eingangs in die Runde. Und nachdem sich niemand meldete fuhr er fort: „Das habe ich nicht anders erwartet.“

Rückzug nach Unstimmigkeiten

Walter Fuhrmann hatte den Verein vor zwölf Jahren gegründet, um sich um die Koordination des Fremdenverkehrs im Ort zu kümmern. Weiterer Hauptpunkt war die Organisation und das Abhalten der Märkte im Frühling und zum Erntedank. Auch wegen Unstimmigkeiten mit dem Bürgermeister hatte Fuhrmann seinen Rückzug aus der mit viel Arbeit verbundenen Position als Vorsitzender angekündigt und wahr gemacht. Mit Fuhrmann erklärten auch andere Vorstandsmitglieder ihren Rückzug aus dem Gremium.

In den vergangenen Wochen war nicht nur der Bürgermeister auf die Suche nach einem Nachfolger für den Vorstand gegangen, was sich gerade bei der Position an der Spitze als problematisch darstellte. Bürgermeister Klein sagte, er habe mit einigen Personen gesprochen, die bereit wären, einen Posten zu übernehmen. „Ja, ich mache mit, aber ich mache keinen Vorsitzenden“, habe der Tenor gelautet. Klein sagte, er habe geglaubt, dass sich in den vier Wochen jemand finden werde, der sich vorne hin stellt, „um in die Bresche zu springen. Nun geht es darum, den Verein abzuwickeln, das muss ich in aller Deutlichkeit sagen“.

Mit der Auflösung des Vereins fallen dessen Aufgaben der Gemeinde zu. Die Gemeinde könne keine bezahlte Stelle dafür einrichten, so Bürgermeister Klein. Er schlug vor, einen Touristik-Rat als Gremium zu installieren. Das soll eine lose Gemeinschaft von Ortsbürgern sein, die sich weiter der Aufgaben annimmt. Arbeitskreise gebe es bereits, ein Vorsitzender sei nicht unbedingt nötig. Die jeweiligen Ergebnisse würden dann mit dem Bürgermeister besprochen, hieß es in der Versammlung.

Eine exakte Struktur dieses Touristikrats, wie auch die Verteilung der Aufgaben, werde man bei weiteren Treffen festlegen, schlug das Ortsoberhaupt vor. Er verwies auf das Beispiel der Gemeinde Nordheim, wo ebenfalls ein gleichberechtigtes Gremium unter dem Dach der Gemeinde sich um die Belange wie den Fremdenverkehr kümmert.

So wird nun das Vermögen des aufzulösenden Touristikvereins an die Gemeinde fallen, die das Geld nur für diese Zwecke verwenden soll. Es gebe auch mit der neuen Organisationsform einiges zu tun, so Klein. „Ich setze darauf, dass wir genug Leute finden, die das mittragen. Ich bin guten Mutes, dass wir in kürzester Zeit wieder neu aufgestellt sind.“ Die Einberufung einer Auflösungsversammlung für den Touristikvereins wurde vereinbart, der Termin soll in Kürze sein.

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