Kitzingen

Der Schneiders-Bäck schließt zum Jahresende

Ende eines legendären Betriebs: Gleich drei gewichtige Gründe gibt es für das Aus des traditionellen Schneiders-Bäck in Schwarzach.
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Die Filiale des Schneiders-Bäck in der Herrnstraße in Kitzingen. Die Bäckerei schließt zum Jahresende ihre Filialen. Die Zukunft der Kitzinger Filiale ist derzeit noch offen.

Das Gerücht gibt es schon lange. Jetzt hat es Geschäftsführer Mark Leißing bestätigt. Der Schneiders-Bäck in Schwarzach wird zum Jahresende schließen. Das traditionsreiche Familienunternehmen gibt die Bäckerei auf. Den Lebensmittelmarkt in Stadtschwarzach wird es aber weiter geben. Für fast alle Filialen gibt es einen Nachfolger.

Die Zukunft der Beschäftigten

Wie Mark Leißing sagte, hatte er in den letzten Tagen und Wochen viel zu tun. Es ging um eine gute Lösung für die mit Aushilfskräften rund 50 Mitarbeiter und für die Filialen.

Wie Leißing sagte, hat Ende November die Bäckerei Fackelmann (Wiesentheid) die Filialen in Mainbernheim und Volkach übernommen. Die Filiale in Dettelbach wird ab dem neuen Jahr von der Bäckerei Fuchs in Markt Einersheim weitergeführt. Fuchs wird dann auch im Lebensmittelmarkt in Stadtschwarzach seine Backwaren verkaufen. Der Markt selbst bleibt unter der Leitung von Leißing. Für die Filiale in der Herrnstraße in Kitzingen ist Leißing noch auf der Suche nach einem Nachfolger. Schneiders-Bäck hatte erst 2013 die Filialen in Kitzingen und Volkach eröffnet und 2014 die Zweigstelle in Dettelbach umgebaut und erweitert.

Der Schneiders-Bäck-Chef geht davon aus, dass alle seine Bäcker und Fachverkäuferinnen entweder schon einen neuen Arbeitgeber gefunden haben oder ihn noch finden.

Die Gründe für die Aufgabe

Es sind verschiedene Gründe, die Leißing zu dem Schritt veranlassen. „Ich kann wegen einer schlimmen Mehl-Allergie nicht mehr in die Backstube“, sagt Leißing. Neben den gesundheitlichen Gründen hatte der Unternehmer zunehmend mit Personalproblemen zu kämpfen. „Wir kriegen keine Bäcker und Fachverkäuferinnen mehr“, erklärt Leißing.

Konkurrenz vor der Haustür

Dazu kommt, dass der Markt Schwarzach vor Kurzem dem Bau eines Tegut-Marktes zugestimmt hat. Die zu erwartende Konkurrenz direkt vor den Toren Stadtschwarzachs nennt Leißing als einen weiteren Grund für seinen Rückzug. Von der Entwicklung dieses Marktes werde es auch abhängen, wie lange es den Lebenmittelmarkt in Stadtschwarzach noch geben wird.

Konkrete Absichten gebe es allerdings noch nicht, sagt Leißing. Das gelte auch für die eigene Zukunft des Geschäftsführers: „Ich hatte noch keine Zeit, mir Gedanken zu machen.“



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