Mainbernheim

Der König ist Schützenkönig

Wer in Mainbernheim Schützenkönig wird? Das ist jedes Jahr ein gut gehütetes Geheimnis, das erst am Schützenmittwoch selbst gelüftet wird. und Johannes Zäh.
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Gruppenbild mit Kanone: Max König (auf der Kanone) ist Schützenkönig 2018 in Mainbernheim. Zu seinen Seiten seine Ritter sowie die Jugend- und Damen-Hoheiten (von links). Annabelle Knoll, Philipp Schilling, Enikö Repmann, Johannes Zäh, Marc Poser, Uschi Poser, Yvonne Scholler und Martina Swars, zusammen mit Schützenmeister Conny Hügelschäffer.
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Wer in Mainbernheim Schützenkönig wird? Das ist jedes Jahr ein gut gehütetes Geheimnis, das erst am Schützenmittwoch selbst gelüftet wird. In diesem Jahr ist es ein junger Mann aus Rödelsee: Max König konnte sich mit einem 242,4-Teiler die Königskette für die kommenden zwölf Monate sichern. Seine Ritter heißen Marc Poser (301,8) und Johannes Zäh.

Er ist der große Tag im Jahr, wenn im Stadtgraben zwischen Stadtmauer und Schützenhaus die Mainbernheimer – ob hier ehemals oder nach wie vor wohnhaft – zusammen kommen und gemeinsam mit den Schützen feiern: der Schützenmittwoch. Und wie es sich zum „Nationalfeiertag“, der traditionell den Ausklang der Kirchweihtage bildet, gehört, herrschte am Mittwoch schönstes Wetter beim angeblich letzten Sommertag dieses Jahres.

Der Besuch der von der Königlich privilegierten Schützengesellschaft gemeinsam mit dem Brauchtumsverein Banamer Bären organisierten Veranstaltung war ebenso beachtlich wie die Ergebnisse der aktiven Schützen und der Bürger auf den Scheiben, die am Nachmittag bekannt gegeben wurde.

Der Tag begann schon in den frühen Morgenstunden. Mit dem Weckruf um 6 Uhr ging die Sause los, bei der Tradition und Spaß ebenbürtige Begleiter sind. Die Schützen mit ihrem amtierenden Schützenkönig Stefan Klausnitzer holten nacheinander ihre Hoheiten ab, es wurden die Fähnchen für den nachmittaglichen Umzug an die Kinder vergeben. Dann ging's zum Schossmeister-Essen, zu dem in diesem Jahr Kurt Lechner einlud.

Unter Begleitung der Blaskapelle aus Altmannshausen startete am frühen Nachmittag der Umzug, bei dem es zweimal durchs „Städtle“ geht. Gesäumt war der Umzug von vielen Schaulustigen, die sich teils mit Sträußen eingedeckt hatten, deren Blumen in der Parzelle der Schützen in den Grabengärten gepflückt werden konnten. Kurt Lechner schritt mit seiner gestifteten Schützenscheibe voran, begleitet von Schützenlieseln, Bürgermeister, Ehrenmitgliedern und den Kameraden.

Auf der Festwiese wurden dann die Könige des Jahres 2018 proklamiert. Neben der Wertung in der Schützenklasse gibt es auch noch extra Auszeichnungen für die Damen und die Jugend. Uschi Poser schaffte es in ersterer Riege mit einem 147,1-Teiler auf den ersten Platz, gefolgt von Yvonne Scholler (224,5) UND Martina Swars (298,2). Bei der Jugend errang Philipp Schilling mit einem 255,2-Teiler Platz eins, am zweitbesten traf Enikö Repmann (443,9), am drittbesten Annabelle Knoll (547,3).

Beim Bürgerschießen nahmen in diesem Jahr so viele Mainbernheimer teil, wie seit Beginn der Aufzeichnungen in den vergangenen Jahren nicht. Stolze 305 Schützen traten am Samstag und Sonntag an den Stand, exakt 73 mehr als im Jahr zuvor. Darunter 56 Mannschaften. Und auch die Ergebnisse können sich mehr als sehen lassen. Bürgerkönig wurde Michael Fröhler mit einem 132,3-Teiler, seine Ritter heißen Markus Gebert (205,5) und Matthias Emmel. Bei den Damen war Jennifer Klingl mit einem 49,0-Teiler am treffsichersten, gefolgt von Tamara Riedel (200,7) und Melanie Jäger (230,4). Jugendkönig wurde Robin Link (384,3), seine Ritter sind Fiona Gaubitz (457,7) und Niklas Scheller (623,0). Die Senioren hatten mit Dieter Rasp (104,4) ihren besten Schützen, Rudolf Kramer schaffte einen 275,9-Teiler. Auf die Festscheibe gab Günther Riegel mit einem 26,3-Teiler den besten Schuss ab.



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