DETTELBACH

Der Kirchenbaumeister geht

Die katholische Stadtpfarrei Dettelbach verabschiedete am Sonntag im Erntedank-Gottesdienst ihren Stadtpfarrer Johannes Messerer. Er wird demnächst die Seelsorge in der Pfarreiengemeinschaft „Oberes Werntal“ mit Sitz in Poppenhausen übernehmen.
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Abschied vor dem Altarbild: Kirchenpflegerin Barbara Dill, Pfarrer Johannes Messerer, Bürgermeister Reinhold Kuhn und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gertraud Dengl. Foto: Foto: OTTMAR DEPPISCH

Die katholische Stadtpfarrei Dettelbach verabschiedete am Sonntag im Erntedank-Gottesdienst ihren Stadtpfarrer Johannes Messerer. Er wird demnächst die Seelsorge in der Pfarreiengemeinschaft „Oberes Werntal“ mit Sitz in Poppenhausen übernehmen.

Gertaud Dengl vom Pfarrgemeinderat und Kirchenpflegerin Barbara Dill sowie Gottesdienstbesucher für die Kirchengemeinde und Bürgermeister Reinhold Kuhn für die politische Gemeinde würdigten im Erntedank-Gottesdienst das fünfjährige Wirken des scheidenden Stadtpfarrers Johannes Messerer. Dengl sprach den Dank für die gemeinsame Zeit aus, in der er Allen die Liebe Gottes erfahrbar gemacht und spirituelle Impulse gesetzt habe. Dill erinnerte an die Seelenverwandtschaft zum heiligen Augustinus und an die in zahlreichen Predigten ausgelegte Zahlenmystik. Selbst den Kleinsten sei aufgefallen, wenn einmal nicht von Zahlen die Rede war. Als Geschenk überreichte sie dem Pfarrer Bilder, die„die Wände Deiner neuen Wohnung schmücken und Dich immer wieder an Dettelbach und seine Menschen erinnern sollen“.

Kirchen tragen seine Handschrift

In Anlehnung an ein bekanntes Bibelwort sprach Kuhn von einem „guten, mitfühlenden und spirituellen Vorarbeiter“, den der Herr nach Dettelbach geschickt habe. Messerer habe Spuren in der Gemeinde und in den Herzen der Gläubigen hinterlassen. Er habe, so Kuhn, die bereits auf den Weg gebrachte Pfarreiengemeinschaft vollendet. Zudem gehe er als „Kirchenbaumeister“ in die Geschichte ein, denn während seiner Zeit wurden fünf Kirchen im Gemeindegebiet restauriert und umgestaltet. „Diese Kirchen tragen nun auch Deine Handschrift“, ist der Bürgermeister überzeugt. Auch das Altarbild von Michael Triegel wäre wohl ohne Messerer nicht nach Dettelbach gekommen, ist sich Kuhn sicher. Die Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde habe in „großer Übereinstimmung“ funktioniert. Als Dank überreichte er die „Ehrengabe“ der Stadt Dettelbach und bedauerte, dass die Umstände einen Verbleib in Dettelbach unmöglich gemacht haben.

Während des Gottesdienstes erhielt Messerer Geschenke, die eine Beziehung zu seiner Arbeit in der Gemeinde und als Pfarrer haben: Einen Dachziegel, eine Bibel, Blumen und einen Erntekorb. Messerer selbst sprach von fünf erfüllten Jahren in Dettelbach, für die er Dank sagen wolle. „Ich habe mein Bestes versucht. Dabei blieb ich natürlich auch Vieles schuldig“, stellte er fest. Er werde an seinem neuen Wirkungsort, der Pfarreiengemeinschaft „Oberes Werntal“ mit Sitz Poppenhausen, sicher oft an Dettelbach zurückdenken.

Gestaltet wurde der Gottesdienst von den Dettelbacher Musikanten, dem Kolpingchor aus Mömbris und von Rita Selzam an der Orgel. Vorher zogen die Gläubigen mit der Erntekrone von der Wallfahrts- zur Stadtkirche. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es im Pfarrheim für alle Gottesdienstbesucher die Gelegenheit, sich persönlich von ihrem Pfarrer zu verabschieden.

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