Marktbreit
Einweihung

Der Kindergarten St. Elisabeth ist umgebaut

Der "familienfreundliche Landkreis Kitzingen" ist um eine Attraktion reicher.
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Am Mee da steht ein Haus" singen die Kinder des Kindergartens St. Elisabeth in Marktbreit- begleitet von Kindergartenleiterin Stefanie Wegener.
Am Mee da steht ein Haus" singen die Kinder des Kindergartens St. Elisabeth in Marktbreit- begleitet von Kindergartenleiterin Stefanie Wegener.
Nicht weniger als "ein Juwel für die Stadt Marktbreit" ist laut Domkapitular Clemens Bieber mit dem umgebauten Kindergarten St. Elisabeth entstanden. Dass die Einweihung des historischen Hauses mitten in der Stadt gerade am Sankt-Martins-Tag erfolgte, hält er für bezeichnend. Als Hilfe am Nötigsten war, sei sie gewährt worden.
Heinz Pfeiler, Kassier des St. Elisabethenvereins Marktbreit, berichtete von den vielen Hürden, die es bis zur Fertigstellung zu nehmen galt. Als im Jahr 2009 bei einer Begehung die umfangreichen Schäden festgestellt worden waren, sei es ihm "ganz schön mulmig" geworden. Mit einem Plan für die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen sei er mutig zur Stadt gegangen, um für Unterstützung zu bitten.
Es sollte nicht sein einziger Bittgang werden.
Nachdem auf Anregung des Bürgermeisters Erich Hegwein die Planungen um die Einrichtung einer Kinderkrippe erweitert worden waren, trat Heinz Pfeiler gemeinsam mit Vertretern von Stadt und Kindergarten als Bittsteller vor die Regierung. Dort gab es erneute Änderungspläne zur Einteilung des gesamten Hauses. "Langsam hatten wir uns an die Million Euro heran gekrabbelt", teilte der Kassier seine damaligen Sorgen mit. Jetzt galt es, die Finanzierung zu regeln, doch seitens der Kirchenstiftung war nichts zu holen. Mit dem Gedanken, den Traum von Umbau ausgeträumt zu haben, erinnerte sich Heinz Pfeiler an den Domkapitular Clemens Pfeifer und trug ihm seine Sorgen vor. Ab da wendete sich das Blatt.
Mit den Worten "Geh getrost nach Hause, es wird dir geholfen", habe der Domkapitular ihn wieder zurück geschickt. Doch nun begannen auch die Probleme. Vorrangig brauchte der Kindergarten ein Ausweichquartier. Dank der Unterstützung vieler Personen konnte der Kindergarten im September 2011 in die Pfarrgasse 10 umziehen. Angefangen beim Bürgermeister, der die Räumlichkeiten suchte, über etliche Unternehmer, die mit Material und Arbeitseinsatz das nötige Umfeld schafften, bis hin zu den Eltern, halfen alle mit. Nun endlich konnte auch der Umbau starten.
Staub, Lärm und schwere Baufahrzeuge bestimmten ab da das Bild der Baustelle. Deshalb dankte der Kassier insbesondere den Nachbarn, die diesen Zustand so lange ertragen haben. Am 3. September 2012 konnte der Kindergarten St. Elisabeth den vollen Betrieb in dem generalsanierten Gebäude in der Ochsenfurter Straße wieder aufnehmen.
Sichtlich stolz freute sich auch Bürgermeister Erich Hegwein über das gelungene Projekt, das vor zwei Jahren noch nicht realisierbar ausgesehen hatte. "Doch wenn die Not am größten ist, wird man kreativ", meinte er im Rückblick.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Doch nicht nur mit der Inneneinrichtung und seiner Ausstattung ist der renovierte Kindergarten auf dem neuesten Stand. Auch die Erzieherinnen sind bestens ausgebildet. Das konnte auch Landrätin Tamara Bischof nur bestätigen: "Hier wissen die Eltern, dass ihre Kinder soziale Kompetenz lernen, gut betreut und gefördert werden." Sie freute sich, dass der Slogan als "familienfreundlicher Landkreis Kitzingen" auf so eine beeindruckende Art umgesetzt werde.
Domkapitular Clemens Bieber zeigte sich fasziniert von dem historischen Gebäude, auf dessen bewegte Geschichte Michaela Kuhn, Vorstandsvorsitzende des Elisabethenvereins, detailliert eingegangen war. Er warnte davor, die Einrichtung als "Service- Station für Kinder" abzutun. Es sei vielmehr eine Stätte, an der Kinder zu emotionalen Menschen mit Herzenswärme ausgebildet werden. Auf dieser Bildung könnten sich dann die individuellen Begabungen der Kinder erst richtig entfalten, wachsen und gedeihen. Lächelnd erläuterte er: "Darum heißt es ja auch Kinder- Garten!"


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