RÜDENHAUSEN

Der Holzplatz ist vom Tisch

Das umstrittene Thema Holzplatz in Rüdenhausen ist vom Tisch. In der Sitzung des Gemeinderats machte Bürgermeister Gerhard Ackermann klar, dass die Gemeinde von der dazu vorgesehenen Fläche im südlichen Gewerbegebiet Abstand nimmt.
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Rüdenhausen
Rüdenhausen. Foto: FOTO Stöckinger

Das umstrittene Thema Holzplatz in Rüdenhausen ist vom Tisch. In der Sitzung des Gemeinderats machte Bürgermeister Gerhard Ackermann klar, dass die Gemeinde von der dazu vorgesehenen Fläche im südlichen Gewerbegebiet Abstand nimmt. Die Nähe zu einer Wohnsiedlung hatte einige Bürger auf den Plan gerufen. Mit einer Liste, auf der sich 31 Rüdenhäuser eingetragen hatten, sowie einem Schreiben hatten sie ihre deutliche Ablehnung gegen eine solche Fläche bekundet.

Weil die Gemeinde derzeit ihren Flächennutzungsplan sowie zwei Bebauungspläne auf Vordermann bringt, bestand die Möglichkeit, Stellungnahmen zu den Plänen vorzubringen. Das nutzten nicht nur die Behörden, sondern im Fall des Holzplatzes auch die Bürger mit Birgit Kuhn und Mario Pförtner als Sprachrohr. Sie trugen in ihrem Schreiben einige Argumente vor, die massiv gegen den Holzplatz sprachen.

Darin hieß es, dass die ersten Wohnhäuser nur rund 60 Meter von der Mitte des angedachten Areals entfernt seien. Das Gelände steige beidseitig an, so dass beim Holzsägen zusätzlich enormer Lärm verursacht würde. Dabei werde der Ort durch die Autobahn, die Umgehung sowie das Gewerbegebiet im Süden bereits genug beschallt – ein zusätzlicher Krach sei nicht gewünscht. Da keine Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen seien, werde man „empfindlich in unseren Ruhe- und Erholungsbedürfnissen“ gestört. Dies stelle „eine gravierende Verschlechterung der Wohn- und Lebensqualität dar“, heißt es im Schreiben der Beschwerdeführer.

Einige weitere Argumente gegen den Platz hatten sie zudem angeführt. „Einen Holzlagerplatz gegenüber einem Neubaugebiet, neben einer Naherholungswiese und inmitten eines Gewerbegebietes direkt zwischen zwei Wohnhäusern zu errichten, finden wir grob fahrlässig“, lautete der Einwand. Die Gemeinde hatte die Fläche als Holzplatz in Erwägung gezogen, nachdem eine weitere Nutzung des Holzplatzes in Richtung Feuerbach von den Behörden untersagt wurde. Das Areal liegt im Hochwassergebiet, hieß es.

Nun beschlossen die Gemeinderäte, die Errichtung des Platzes im Süden nicht weiter zu verfolgen. Als Grund wurde zum einen der Widerstand der Bürger angeführt. Zum anderen wurde argumentiert, dass die Fläche mit rund 400 Quadratmetern ohnehin zu klein sei.

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