WILLANZHEIM

Der Gottesmutter im Herbst huldigen

„O Maria, sei gegrüßt.“ Unter dieses Motto eines Liedes des Männerchors kann man getrost den Sonntagabend in der Willanzheimer St.-Martin-Kirche stellen: Der Männerchor des SV Willanzheim hatte zum traditionellen fränkischen Mariensingen geladen und damit zusammen mit musikalischen Gästen für ein volles Gotteshaus gesorgt.
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Mariensingen: „Ora pro nobis“ sang der Männerchor des SV Willanzheim nach einem gemeinsamen Lied mit der Gemeinde zum Auftakt des Mariensingens am Sonntagabend in der Kirche St. Martin. Foto: Foto: Robert Haaß

„O Maria, sei gegrüßt.“ Unter dieses Motto eines Liedes des Männerchors kann man getrost den Sonntagabend in der Willanzheimer St.-Martin-Kirche stellen: Der Männerchor des SV Willanzheim hatte zum traditionellen fränkischen Mariensingen geladen und damit zusammen mit musikalischen Gästen für ein volles Gotteshaus gesorgt.

Traditionell sind die Monate Mai und Oktober die Monate im Jahr, in denen Gottesmutter Maria besonders gehuldigt wird. Eine alte fränkische Tradition ist dabei das Mariensingen, dem sich etwa die Frankobarden, die auch am Sonntag in Willanzheim teilnahmen, seit mehr als 20 Jahren verpflichtet fühlen. Auch in Willanzheim, so Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Wolbert, wird seit vielen Jahren immer wieder ein Mariensingen veranstaltet.

Neben den Gastgebern, dem Männerchor des Sportvereins Willanzheim, traten am Sonntag auch der Gesangverein Tiefenstockheim, die Zigeuner Gottes, natürlich die Frankobarden, Iris und Stephan Eitel und an der Orgel Anneliese Mauckner auf. Eine besondere Rolle hatte Frankobardensänger und Bezirksheimatpfleger a.D. Reinhard Worschech übernommen: Er führte mit Texten durch den Abend.

Erscheinung in Fatima

Dabei erinnerte er an den 13. Oktober 1917, als eine Muttergotteserscheinung in Fatima das baldige Ende des ersten Weltkriegs verkündete und dass an diesem Sonntag Papst Franziskus aus diesem Anlass eine Messe zu Ehren der Gottesmutter gehalten hat. Worschech machte auch deutlich, dass der Oktober schon immer der auserwählte Marienmonat war, dazu die Zeit der Dankgebete und der Erntekrone. „Gerade jetzt zur Herbstzeit und am Ende des Jahres des Glaubens sollten wir auch auf Wallfahrt und Pilgerschaft gehen und diese Tage ausnützen, um zu zeigen, dass wir Christen sind.“ Dieses Bekenntnis konnten die Besucher des Abends in der Willanzheimer Kirche gleich mehrfach erfüllen: An der Huldigung Mariens durften sie mit gemeinsamen Liedern selbst teilhaben, also nicht nur konsumieren, sondern auch aktiv mitsingen.

Der Erlös des Abends diente zudem einem guten Zweck: Der Sanierung des steinernen Kreuzes auf dem Willanzheimer Friedhof. Eigentlich, wie Pfarrer August Popp in seiner Begrüßung feststellte, eine Aufgabe der Gemeinde. Doch zeige das Konzert, dass sich die Dorfgemeinschaft dieses Projekts annehme und das zu einer gemeinsamen Sache mache. „Da können wir stolz darauf sein“, so der Geistliche, denn die Allgemeinheit trage so zu einem Anliegen bei, das auch die Allgemeinheit betreffe.

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