Der Gartentipp: Mit Pflanzenpatienten zum Gartenspezialisten

Kränkelnde Pflanzen und undefinierbare Schadbilder trüben dem ambitionierten Freizeitgärtner die Freude an den Pflanzenlieblingen.
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So sieht Sternrußtau aus. Foto: Foto: Brigitte Goss

Kränkelnde Pflanzen und undefinierbare Schadbilder trüben dem ambitionierten Freizeitgärtner die Freude an den Pflanzenlieblingen.

Leider kann der Gartenfachmann mitunter keine genaue Diagnose stellen, weil die Beschreibungen zu ungenau sind oder mitgebrachte bzw. zugesandte Pflanzenteile schon vertrocknet, zu klein oder zerbröselt vorliegen. Langwieriges Rätselraten lässt sich vermeiden durch genaue Angaben über:

• Pflanzenart der geschädigten Pflanze • Standortbedingungen wie Raumtemperatur, Bodeneigenschaften, Lichtverhältnisse, Gieß- und Düngegewohnheiten • Bisherige Maßnahmen, z.B. Rückschnitt, Umpflanzen usw. und bereits durchgeführte Pflanzenschutzmaßnahmen • Zeitpunkt des Beginns der Schädigung • Ausführliche Beschreibung von Farben und Farbveränderungen Wenn Sie Pflanzenproben nehmen, beachten Sie bitte:

• Die Pflanzenteile sollten frisch und möglichst groß sein • Ganze Zweige sind aufschlussreicher als einzelne Blätter • Informativ für den Berater sind jeweils leicht und mittelstark geschädigte Bereiche, keinesfalls sehr stark befallene, denn häufig haben sich hier schon Folgeschäden eingestellt. Besonders bei Wachstumsstockungen und Welke ist der Zustand der Wurzeln von Interesse. Bei Topfpflanzen kann der Wurzelballen ausgetopft und der Zustand der Wurzeln beschrieben werden.

Beim Versenden von Pflanzenproben sind einige Punkte wichtig:

• Vermeiden von unnötigen Liegezeiten auf Postämtern, indem die Proben am Montag verschickt werden. • Im gut verschlossenen Gefrierbeutel bleiben die Proben länger frisch. Kein Wasser hinzufügen, dadurch könnte Fäulnis entstehen • Bei Verdacht auf Pilzerkrankungen ein leicht angefeuchtetes Löschpapier oder Kaffeefilter in den Gefrierbeutel hineinlegen • Pflanzenproben in Luftpolsterkuverts oder Schachteln verschicken • Schädlinge mit wenig Futter in Kunststoffgefäßen verschicken, Deckel mit Luftlöchern versehen und eine Beschreibung des Schadbildes beilegen • Beim Versand von Wurzeln oder einer ganzen Pflanze die Erde an der Pflanzenprobe belassen, aber die Wurzelprobe von den oberirdischen Pflanzenproben getrennt verpacken und transportieren, um Verschmutzungen zu vermeiden.

Noch Fragen? Das Gartentelefon hilft Tel. (09 31) 9 80 11 47.

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