HOHENFELD

Der Chorleiter schickte die Gattin

Wenn ein Gesangverein auf seinen Chorleiter verzichten muss, macht sich oft erst einmal Ratlosigkeit breit, sind doch Dirigenten nicht im Überfluss zu finden. Als Uwe Ungerer im Jahr 2002 wegen der Arbeitsüberlastung die Leitung des Hohenfelder Gesangvereins abgeben musste, wusste er schnell Rat. Denn er schickte den Hohenfeldern mit seiner Gattin Dagmar Ungerer-Brams eine gute Nachfolgerin und bemerkte trocken: „Probiert es doch einmal mit ihr.“
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Treue Mitglieder ausgezeichnet: Kurt Lamparter, Vorsitzender der Sängergruppe (hinten links) und Vereinsvorsitzende Hannelore Ackermann (hinten rechts) ehrten beim Gesangverein Hohenfeld (von links) Rudolf Weidt, Betty Günther, Chorleiterin Dagmar Ungerer-Brams, ihre Stellvertreterin Rita Wallach, Herbert Ledermann und Else Schmidt. Foto: Foto: Hess

Wenn ein Gesangverein auf seinen Chorleiter verzichten muss, macht sich oft erst einmal Ratlosigkeit breit, sind doch Dirigenten nicht im Überfluss zu finden. Als Uwe Ungerer im Jahr 2002 wegen der Arbeitsüberlastung die Leitung des Hohenfelder Gesangvereins abgeben musste, wusste er schnell Rat. Denn er schickte den Hohenfeldern mit seiner Gattin Dagmar Ungerer-Brams eine gute Nachfolgerin und bemerkte trocken: „Probiert es doch einmal mit ihr.“

Sie habe sich nie damit zufrieden gegeben, gut zu sein, sondern werde nie müde in ihrem Bestreben, den Gemischten Chor noch einen Tick nach vorne zu bringen. Davon konnten sich die Gäste des Liedernachmittags am Sonntag im Gasthaus „Rotes Ross“ überzeugen, als der Chor unter dem Motto „Lasst uns frohe Lieder singen“ einige Kostproben seines Könnens gab.

Vereinsvorsitzende Hannelore Ackermann dankte der Chorleiterin mit einer Vereinsehrennadel, die Sänger drückten ihre Wertschätzung mit anhaltendem Applaus aus. „Wer die Sänger ehrt, ist ihres Sanges wert“, zitierte Hannelore Ackermann ein französisches Sprichwort. „Diese Leistung ist hoch anzusiedeln“, meinte Kurt Lamparter, Vorsitzender der Sängergruppe Kitzingen und verlieh Ungerer-Brams eine Ehrennadel des Fränkischen Sängerbundes (FSB)„Wir Sänger halten uns mit Singen jung“, meinte Lamparter und zeichnete Herbert Ledermann für zehn Jahre Singen mit der Ehrennadel in Bronze des FSB aus.

„Der 11. März 2002 war ein guter Tag für unseren Verein“, sagte Hannelore Ackermann, denn Herbert Ledermann war damals zu seiner ersten Chorprobe in Hohenfeld gekommen. Er verstärkt seitdem die Tenor-Stimme und engagiert sich auch im Vereinsvorstand und als Fahnenträger. Ledermann konnte sich nach zehn Jahren über die erste Ehrung freuen, wie auch Romy Pfeuffer mit ihrer hohen Frauenstimme.

Betty Günther ragte mit 50 Jahren Mitgliedschaft aus dem Ehrungsreigen heraus, die einst im Sudetenchor und dem Hohenfelder Chor gesungen hatte. Hannelore Ackermann überreichte Günther eine Ehrenurkunde und ein Präsent. Die Vorsitzende ehrte das Quartett Ruth Biedenbacher, Else Schmidt, Siegfried Heerlein und Rudolf Weidt für 25 Jahre Vereinstreue. Sie hätten dem Verein in Höhen und Tiefen die Treue gehalten und sich viele Stunden in den Dienst des Vereins gestellt.

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