Kitzingen

Den Umgang mit dem Rettungszylinder geübt

Mit dem Urlaubsverkehr nehmen die Staumeldungen und leider auch die Unfälle auf den Autobahnen deutlich zu.
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Helfer Tobias Podschun bei der praktischen Ausbildung an der Rettungsschere. Foto: Tobias Podschun

Mit dem Urlaubsverkehr nehmen die Staumeldungen und leider auch die Unfälle auf den Autobahnen deutlich zu. Um im Fall der Fälle möglichst schnell helfen und wieder für einen ungehinderten Verkehrsfluss sorgen zu können, leisten die Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) aus Kitzingen an den Wochenenden seit Ferienbeginn wieder regelmäßig Bereitschaftsdienste auf den Autobahnen rund um Kitzingen, so die THW-Pressemitteilung.

In Gruppen zu je fünf Helfern stehen sie mit ihrem blauen Fahrzeug, das speziell für diese Bereitschaftsdienste konzipiert und entsprechend ausgerüstet wurde, auf der Rastanlage Haidt. Sie befinden sich in ständigem Funkkontakt mit der Polizei und leisten von hier aus im Bedarfsfall schnelle Hilfe.

Eine gute Vorbereitung auf diese Bereitschaftsdienste ist allerdings das A und O. Deshalb absolvierten die Kitzinger THWler in den Wochen vor den Osterferien eine spezielle Ausbildung. Sie wurden an den zur Verfügung stehenden Gerätschaften ausgebildet und übten nicht zuletzt das Befreien von Personen aus einem Fahrzeug mit dem hydraulischen Rettungsgerät. Neben dem richtigen Einsatz der Rettungsschere und des Rettungsspreizers wurde auch der fachgerechte Umgang mit dem Rettungszylinder gelehrt und geübt. Mit der Kraft dieses Rettungszylinders wird der Raum, der einer verletzten Person im Fahrzeug verblieben ist, vergrößert, indem die entsprechenden Fahrzeugpartien „auseinandergedrückt“ werden.

Im Laufe des Jahres 2018 leisteten die Helferinnen und Helfer bei 34 Diensten insgesamt 1140 Bereitschaftsstunden und legten dabei 2335 Kilometer zurück. Insgesamt wurde sie zu 22 Hilfeleistungen gerufen. Ihre Hilfe wurde bei zwölf Verkehrsunfällen benötigt, bei denen insgesamt vier verletzte Verkehrsteilnehmer zu beklagen und 20 Fahrzeuge verwickelt waren. Das THW hatte hierbei in erster Linie zügig die Fahrbahn zu räumen, indem die beteiligten Fahrzeuge möglichst auf die Standspur abgestellt wurden, sowie die Fahrbahn zu säubern, die Unfallstelle und Stau abzusichern. Zudem konnte das THW bei drei Pannen, sowie bei drei Bränden unterstützen.

Ein ganz besonderer Dank gilt der Firma Auto Scheuermann, die das Kitzinger THW seit vielen Jahren bei dessen Ausbildung unterstützt, indem sie die zahlreichen Fahrzeuge als Übungsobjekte zur Verfügung stellt.

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