Schon mit 14 Jahren kam Kommandanten-Sohn Norbert Kempf zur Feuerwehr. 47 Jahre später zeichnete Regierungspräsident Paul Beinhofer im Auftrag des Bayerischen Innenministeriums den heutigen Kreisbrandinspektor (KBI) mit dem Steckkreuz des Feuerwehr-Ehrenzeichens aus.

Ende September würdigte Beinhofer bei einer Feierstunde in der Würzburger Residenz die Verdienste des Feuerwehrurgesteins. Die hohe Auszeichnung nahmen die Kameraden von Kempfs Heimatwehr Schwarzenau zum Anlass, ihn am Freitagabend bei einem Stehempfang im Gerätehaus hoch leben zu lassen. Mit dem Heimattaler des Marktes Schwarzach hatte Bürgermeister Lothar Nagel eine weitere Auszeichnung für Kempf mitgebracht.

„Es wurde ein Schwarzacher Bürger ausgezeichnet, der für seine Mitmenschen im wahrsten Sinnen durchs Feuer geht“, erinnerte Nagel an den Festakt in Würzburg. Mit dem Steckkreuz werden Floriansjünger ausgezeichnet, die sich bei Einsätzen oder technischen Hilfeleistungen besonders engagiert und einsatzfreudig verhalten haben. Langjährige aktive Tätigkeit allein reiche nicht aus, so das Gemeindeoberhaupt. Der Einsatz des zweifachen Familienvaters und Großvaters über Jahrzehnte verdiene großen Respekt und Anerkennung.

Kempf wurde 1987 zum Kreisbrandmeister ernannt. Seit 2000 trägt er als Kreisbrandinspektor im Landkreis Verantwortung. Kempf ist seit vielen Jahren ein Förderer der Jugendarbeit. Deshalb lobte ihn auch Beinhofer in seiner Laudatio: „Sie widmen sich vorbildlich und mit immensem Zeitaufwand der Jugendarbeit.“ Kreisbrandrat (KBR) Roland Eckert bestätigte die Aussage: „Die Jugend liegt Norbert besonders am Herzen.“ Die hohe Auszeichnung Kempfs stehe für den unermüdlichen Einsatz aller Feuerwehrleute, so Eckert.

Der geehrte Kreisbrandinspektor zeigte sich bescheiden und doch ein wenig stolz. „Die Feuerwehr ist neben meiner Familie mein Ein und Alles. Am wichtigsten ist mir der Nachwuchs“, sagte der 61-Jährige und appellierte an die Verantwortlichen der Wehren – „auch der kleinsten“ – weiter konzentriert die Werbetrommel bei der Jugend zu rühren. Kommandant Jens Günther hatte mit seinen Kameraden und den Vereinsverantwortlichen eine schöne Feier vorbereitet, bei der die Festgäste die Geselligkeit bis in die Nacht hinein pflegten.