KLEINLANGHEIM

Den Einsatz für Feuerwehr honoriert

Das dürfte auch bei der Kleinlangheimer Freiwilligen Feuerwehr einmalig sein: Während der Jahreshauptversammlung der Wehr am Sonntagabend im Feuerwehrgerätehaus gab es zwei Ehrungen für 40-jährigen aktiven Dienst, zwei Ernennungen zu Ehrenvorsitzenden und zwei zu Ehrenmitgliedern des Feuerwehrvereins.
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Engagement für die Feuerwehr gezeigt: Eine Reihe von hochkarätigen Ehrungen gab es bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren von Kleinlangheim und Haidt/Stephansberg. Auf dem Erinnerungsfoto sind Geehrte und diejenigen vertreten, die die Ehrungen durchführten (von links): Kommandant Rainer Bock, Helmut Hofmann, KBI Michael Krieger, Vereinsvorsitzender Benjamin Diaz-Sanchez, Bürgermeisterin Gerlinde Stier, Beate Balz, Klaus Balz, stellvertretender Landrat Robert Finster, Elke Dietzel und Günter Dietzel. Foto: Foto: Winfried Worschech

Das dürfte auch bei der Kleinlangheimer Freiwilligen Feuerwehr einmalig sein: Während der Jahreshauptversammlung der Wehr am Sonntagabend im Feuerwehrgerätehaus gab es zwei Ehrungen für 40-jährigen aktiven Dienst, zwei Ernennungen zu Ehrenvorsitzenden und zwei zu Ehrenmitgliedern des Feuerwehrvereins.

„Das Ehrenamt bei der Feuerwehr ist etwas Besonderes, denn hier werden unzählige Stunden für die Gemeinschaft geopfert und die Verantwortlichen in den Kommunen wissen, was sie an diesen Leuten haben“, sagte stellvertretender Landrat Robert Finster bei seiner Laudatio für Günter Dietzel und Bernhard Köhler, die beide seit 40 Jahren aktive Feuerwehrleute sind und für die vom Verein Geehrten.

In diesem Sinne äußerten sich auch Kreisbrandinspektor (KBI) Michael Krieger und Bürgermeisterin Gerlinde Stier, die auf die „sehr wertvolle Arbeit für die Dorfgemeinschaft“ verwies und auch die Jugendarbeit in der Feuerwehr hervorhob: „Das ist Einsatz mit Herzblut und Hingabe.“ Die Nachwuchsarbeit in der Kleinlangheimer Wehr würdigte auch KBI Krieger, der auch die Bedeutung der Ortsteilwehren hervor hob: „Deren Stärke muss erhalten werden.

“ Günter Dietzel und Klaus Balz wurden zu Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt „für ihren unermüdlichen Einsatz für die Feuerwehr“, wie Vereinsvorsitzender Benjamin Diaz-Sanchez erklärte. Gewürdigt wurde auch das Engagement der Ehefrauen der beiden Geehrten: Elke Dietzel und Beate Balz wurden zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt. Für die Ausgezeichneten gab es nicht nur Ehrennadeln und -urkunden, sondern auch eine Woche Urlaub im Feuerwehrheim zu Bayrisch-Gmain. Helmut Hofmann erhielt die Auszeichnung für 30 Jahre Dienst in der Wehr, seit 60 Jahren ist Bernhard Lohmann Mitglied der Feuerwehr und seit 70 Jahren Fritz Groh.

Mit den Berichten des Schriftführers Fred Bock und des Kassiers Rainer Bock waren die Mitglieder sehr zufrieden. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig. Vorsitzender Diaz-Sanchez ging in seinem Bericht für 2015 auf die Umgestaltung des Umfeldes vor dem Feuerwehrgerätehaus und auf die traditionellen Veranstaltungen des Vereins ein. Die Wehr hat derzeit 45 Aktive und 20 Jugendliche in ihren Reihen.

Für die Feuerwehr Haidt/Stephansberg berichtete stellvertretender Kommandant Stefan Schellhorn von Schulungsabenden, Übungen und zwei Einsätzen. Atemschutzwart Martin Link hat derzeit zwölf Leute in seiner Truppe mit der Option, dass 2016 zwei weitere Aktive dazu kommen.

Jugendwart Stefan Dietzel ging auf ein „ereignisreiches Jahr“ ein, in dem die 20 Jugendlichen samt Betreuer nicht nur bei den Übungen, sondern auch bei verschiedensten Veranstaltungen aktiv waren. Neu für die Nachwuchstruppe war eine 24-Stunden-Übung, „die wie bei einer 24-Stunden-Schicht bei einer Berufsfeuerwehr mit fingierten Einsätzen realitätsnah durchgezogen wurde und bei der alle Szenarien bestens abgearbeitet wurden:. Der Jugendwart hob auch den Einsatz der Mitbetreuer hervor – „ohne die wäre ich aufgeschmissen“ – und den Ausbildungsstand der Jugendlichen: „Es macht Spaß, mit euch zu arbeiten.“

Kommandant Rainer Bock berichtete von acht Einsätzen, die von Bränden bis hin zur Rettung einer Katze aus einer Güllegrube reichten. Dank der guten Zusammenarbeit mit anderen Wehren und Landwirten, die Güllefässer voll Wasser bereit stellten, konnte eine Waldbrandkatastrophe am Wutschenberg verhindert werden, erinnerte der Kommandant. Sehr viel Arbeit gab es für ihn bei den Vorbereitungen zum Kauf eines neuen Löschfahrzeugs, da nicht nur Absprachen mit den verschiedensten Institutionen, sondern auch mit Fachleuten nötig waren „bis hin zum Besuch der Feuerwehrmesse in Hannover.“ Als Vorbild für die Aktiven hob er Julian Öttinger hervor, „der seit vier Jahren keine Übung versäumt hat.“

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