Wiesenbronn

Den Charakter des Ortsbildes erhalten

Um den Charakter des Ortsbildes zu erhalten, wird die Gemeinde im Rahmen der Städtebauförderung tätig.
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Um den Charakter des Ortsbildes zu erhalten, wird die Gemeinde im Rahmen der Städtebauförderung tätig. Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepts (ISEK) und das kommunale Förderprogramm sind Voraussetzungen für das Vorhaben. In der Ratssitzung im Dezember 2018 wurde das Planungsbüro Platzöder/Buchholz (Wiesentheid) mit der Gestaltungssatzung und Beratertätigkeit im Zuge der Städtebauförderung beauftragt. In der Sitzung am Dienstagabend wurden die restlichen notwendigen Entscheidungen getroffen. Einstimmig beschlossen wurde, für das Sanierungsgebiet mit dem Namen "Altort" und einer Größe von 26,5 Hektar eine Sanierungssatzung zu erlassen, die Sanierungsmaßnahmen im Zeitraum von 15 Jahren im vereinfachten Verfahren durchzuziehen und den entsprechenden Antrag bei der Regierung einzureichen.

Architekt Tom Buchholz schlug als neuer Wiesenbronner Dorfplaner vor, dem bisher vorgesehenen Sanierungsgebiet weitere Stellen hinzuzufügen. Er nannte die Bereiche Ortseingang, See, Bauhof, Bolzplatz, die westliche Seite der Körnerstraße, die Flächen vor dem Sportplatz und östlich des Wiesbachs. "Das wäre dann das absolute Maximum, mehr geht nicht". Das gesamte Untersuchungsgebiet einzubeziehen, sei nicht möglich, "da es bei der Städtebauförderung um die Qualitätsverbesserung geht". Reinhard Hüßner trat dafür ein, auch die Gebäude aus den 60er Jahren einzubeziehen, um gewisse Missstände zu beseitigen und energetische Maßnahmen und solche zur Barrierefreiheit durchführen zu können, "denn es geht auch darum, den Menschen zu helfen".

Die Ratsrunde sprach sich geschlossen dafür aus, die vorgeschlagene Erweiterung in das Sanierungsgebiet aufzunehmen, auch wenn es nicht sicher sei, ob dies in der Regierung akzeptiert werde. "Sie ist machbar und wichtig ist die Begründung", sagte Dorfplaner Buchholz dazu. "Wir sollten das auf jeden Fall probieren", meinte Bürgermeisterin Doris Paul. Bei den weiteren Informationen zum Sanierungsgebiet teilte Buchholz mit, dass es durch die Investitionen eine Aufwertung der Grundstücke gebe und dass für den vorgesehenen Bereich ein eigenes kommunales Förderprogramm erlassen werden müsse.

Bis auf eine Gegenstimme war sich der Rat einig, dass der Ideenwettbewerb für das geplante Bürgerhaus neben dem Rathaus erweitert werden soll. Bürgermeisterin Doris Paul schlug vor, in die Überlegungen auch die Engstelle am Rathaus und einen Teil der Kleinlangheimer Straße einzubeziehen, womit sich die Planungsfläche von 1850 auf 4520 Quadratmeter erhöhen würde. "Es ist gut, wenn mehrere Ideen vorliegen, eine Erweiterung des Bereichs wäre sinnvoll", meinte Dorfplaner Tom Buchholz. Die nun vorgesehene Erweiterung soll als "Ideenteil" den bisherigen Wettbewerb bereichern, fasste die Bürgermeisterin zusammen.

Befürwortet wurde der Vorschlag von Carolin Trautmann, für den Spielplatz in der Körnerstraße eine Schaukel, zwei Wippspielgeräte, ein kleines Spielhaus, einen Spielturm mit Rutsche und eine Wippe für vier Personen anzuschaffen. Die Geräte aus Douglasienholz dürften bis zu 12 000 Euro kosten. Die Sparkassenstiftung gibt einen Zuschuss von 1500 Euro, eine weitere Spende über 500 Euro ist in Aussicht. Bei einer Gegenstimme beschloss der Rat einen jährlichen Zuschuss von 70 Cent pro Einwohner für das Kitzinger Tierheim.

Die Wiesentheider Rotkreuz-Bereitschaft verwies in einem Schreiben auf rund 9000 jährliche Einsatzstunden und darauf, dass das Mehrzweckfahrzeug 2016 ausgesondert wurde. Jetzt habe man die Möglichkeit, einen Kommandowagen in sehr gutem Zustand zum Preis von 20 000 Euro zu bekommen, weshalb man einen Zuschuss erbete. Die Mehrheit des Rates entschied sich für eine Spende von 1000 Euro.

Einstimmig befürwortet wurde der Bauantrag für das Anwesen in der Schulgasse 1 zu Umbau des Wohnhauses zum Dreifamilienwohnhaus mit energetischer Sanierung des Dachgeschosses und Abbruch des Hochsilos.



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