MAINBERNHEIM

Dem Torhaus geht es an die Substanz

Mainbernheimer Stadtrat hat den Sanierungsumfang des historischen Durchgangs in der Schulgasse beschlossen.
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Das Torhaus in der Mainbernheimer Schulgasse soll für rund 15 000 Euro eine Auffrischung am Sandsteinbogen erhalten. Foto: Foto: Timo Lechner

Wenn der Torbogen in der Mainbernheimer Schulgasse erzählen könnte von den Tausenden Menschen, die in den hunderten Jahren seines Bestehens schon durch ihn gelaufen sind . . . dann würde er dies vielleicht nur in gebrochenem Deutsch tun. Denn die Witterung hat an den Sandsteineinfassungen ihre Spuren hinterlassen. Es muss etwas geschehen. Da der Bogen des Torhauses Teil des Schulgassenprojektes ist, hatten Architekt Walter Böhm sowie dessen Mitarbeiter Michael Hüßner und der Mainbernheimer Stadtrat am Donnerstag im Rathaus Redebedarf.

Die Markt Einersheimer Architekten bezifferten den finanziellen „Rahmen des Möglichen“ von 8000 bis 30 000 Euro. Dazwischen liegt eine Sanierung von minimal bis aufwändig, wobei man aufpassen müsste, sich nicht allzu sehr zu verkünsteln und das Ergebnis nach „Hollywood“ aussehen würde, wie Böhm erklärte. Folglich schlug der Architekt auch die „goldene Mitte“ vor:

Spezieller Mörtel

Jeweils vom Boden aus sollen Plattenvierungen angesetzt werden, in die Zwischenräume würde nach oben hin Steinersatzmörtel gefüllt. Oben sollte dann lediglich kaputtes Material entfernt und möglicherweise ersetzt werden. Ob besagter Steinersatzmörtel wirklich tauge, wollte Roland Scholler (Freie Wähler) wissen. Walter Böhm entgegnete, wenn die Fachfirma den Untergrund sauber um circa zwei Zentimeter abtrage und das Material dann auf trockenem Untergrund auftrage und vor allem wisse, wie man das fachgerecht mache, dann sehe er kein Problem.

Kosten im Förderantrag

Vier Jahre Gewährleistung seien üblich. Böhm wolle eine Handvoll Fachfirmen aussuchen, die für Angebote in Frage kommen. Der Architekt rechnet mit Kosten von rund 15 000 Euro – die für diesen Teilbereich bereits im Förderantrag mit aufgenommen worden waren.

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