Kitzingen

Dekanin Baderschneider sagt: Christen sind Morgenmenschen

Am ersten Advent führte Regionalbischöfin Gisela Bornowski führte die Kerstin Baderschneider in ihr Amt als Kitzinger Dekanin ein. Begleitet wurde sie von vielen Wünschen.
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Segenswünsche gaben der neuen Dekanin Kerstin Baderschneider (Mitte) Monika Bogendörfer (von links), Matthias Ewelt, Dieter Brückner, Jonas Schneider und Regionalbischöfin Gisela Bornowski mit auf den Weg. Foto: Gerhard Krämer
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Schöner konnte man in der Stadtkirche in Kitzingen den ersten Advent, den Beginn des neuen Kirchenjahres und den Start in die Zeit der Erwartung, eigentlich gar nicht feiern, als mit der Installation der neuen Kitzinger Dekanin, Kerstin Baderschneider. Viel Musik geleitete die 47-Jährige in ihr neues Amt, gegen Ende des Empfangs sogar ein zünftiges Lied der Ortsburschen von Hagenbüchach, ihrem vorherigen Wirkungsort. Viele Grußwortredner wünschten ihr Gottes Segen und dass sie Kitzingen nicht nur als Wohnort, sondern als Zuhause empfindet.

Christen sind Morgenmenschen, die das Beste noch vor sich haben. Mit dieser Feststellung überraschte Kerstin  Baderschneider ihre Predigthörer. Sie verglich den Advent mit dem anbrechenden Tag. Wie das Licht am Morgen am Horizont erscheine, komme in der Adventsperspektive Jesus Christus auf Menschen und Welt zu. "Manchmal kannst du schon seine Zeichen entdecken. Und wenn du sie entdeckst, dann dämmert es dir: Jesus Christus – er ist ganz nah bei mir", gab sie der christlichen Hoffnung Ausdruck. Morgenmensch sein, bedeutet für Baderschneider aber auch: Aufwachen, aufstehen, anfangen. Ein neues Kleid anziehen, das Gewand der Liebe Gottes, Menschen in dieser Liebe begegnen. "Lasst uns Morgenmenschen sein. Das Licht erahnen, wo es noch dunkel ist. Wachsein. Aufrecht. Mutig. Stark in der Liebe", forderte sie ihre Hörer auf.

Dekanskreuz aus Händen der Bischöfin

Die hatten sie zuvor mit viel Applaus in ihrem neuen Amt als Inhaberin der Ersten Pfarrstelle Kitzingen Stadtkirche und als Dekanin – die erste in der Stadt – des Dekanatsbezirks Kitzingen willkommen geheißen, nach dem der stellvertretende Regionalbischof Matthias Büttner (Neustadt/Saale) die Urkunde verlesen hatte, sie gesegnet und gesendet war und Regionalbischöfin Gisela Bornowski ihr das Dekanskreuz übergeben hatte.

"Am ersten Advent geht alles auf Anfang. Ein neues Kirchenjahr beginnt. Wir machen uns wieder auf den Weg Richtung Weihnachten", sagte Regionalbischöfin Gisela Bornowski. Auch in Kitzingen ging alles auf Anfang. Zumindest für Kerstin Baderschneider und ihren Mann, für die Stadtgemeinde und den Dekanatsbezirk Kitzingen, für das Pfarrkapitel und für die Mitarbeitenden.

Die Predigt liegt ihr besonders am Herzen

"Sie freuen sich auf die neue Aufgabe und die Menschen im Dekanatsbezirk", begann Gisela Bornowski die Vorstellung der neuen Dekanin Kerstin Baderschneider, für die nach elf Jahren Pfarrerin in Hagenbüchach und fünf Jahre stellvertretende Dekanin im Dekanatsbezirk Neustadt/Aisch Wechsel und Neuanfang stimmig seien. "Sie wollen kirchliches Leben mit Ihren Gaben mitgestalten, auch neue Impulse zur Veränderung setzen, Menschen in ihrer Entwicklung fördern und begleiten und für gute Rahmenbedingungen kirchlicher Arbeit sorgen", beschrieb die Regionalbischöfin die Vorstellungen der neuen Dekanin. Die Predigt und wie man Menschen von heute in ihrer Lebenswelt erreichen könne, lägen ihr besonders am Herzen. Baderschneider zeichne auch eine ökumenische Weite aus.

Profil und Konzentration, Landesstellenplanung, Immobilienkonzeption oder diakonische Aufgaben seien die kirchlichen Prozesse, die besonders die mittlere Leitungsebene forderten. Dafür wünschte die Regionalbischöfin ihr viele Menschen, die sie unterstützten und mit Rat und Tat zur Seite stünden.

Segenswünsche erhielt sie von Pfarrerin Monika Bogendörfer, mit der sie sich in Hagenbüchach die Stelle geteilt hatte, und vom früheren Neustädter Dekan, Matthias Ewelt. Von Kitzinger Seite wirkten bei der Segnung Vertrauensmann Dieter Brückner und für die Jugend Jonas Schneider mit, der wie Brückner dem Präsidium der Dekanatssynode angehört.

Lange Reihe von Grußwortrednern

Ein herzliches Willkommen in Kitzingen sagten Landrätin Tamara Bischof, Oberbürgermeister Siegfried Müller und Stimmkreisabgeordnete Barbara Becker. Für die Dekane tat dies Matthias Büttner, für das Pfarrerskollegium Peter Stier und für die katholische Kirche Pfarrer Gerhard Spöckl. Ein Willkommensgruß kam von Diakon Klaus Raab (Jugendwerk), Marie Dienesch vom Leitenden Kreis der Evangelischen Jugend, Julia Kraus, der Vorsitzenden der Dekanatsjugendkammer, Priorin Ursula Buske vom Schwanberg, Jochen Keßler-Rosa von der Diakonie, Joachim Laupenmühlen von der Verwaltungsstelle Würzburg, Dieter Brückner vom Dekanatsausschuss und Kirchenvorstand sowie von Dekanin Ursula Brecht (Neustadt/Aisch).

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