VOLKACH

Debatte um „Duft“ vom Schweinestall

Schweineställe und der von ihnen – natürlicherweise – ausgehende „Mief“ sind schon immer ein Grund für Ärger. Mit einem solchen muss sich der Bauausschuss des Volkacher Stadtrats am Montagabend (29. September, 19 Uhr) befassen. Da geht es um die Nutzungsänderung für einen Schweinestall.
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Symbolbild Ferkel

Schweineställe und der von ihnen – natürlicherweise – ausgehende „Mief“ sind schon immer ein Grund für Ärger. Mit einem solchen muss sich der Bauausschuss des Volkacher Stadtrats am Montagabend (29. September, 19 Uhr) befassen. Da geht es um die Nutzungsänderung für einen Schweinestall.

Das hört sich auf den ersten Blick konfliktfrei an. Allerdings gab es laut Landratsamt wegen der „Düfte“ von dem Aussiederhof in der Vergangenheit Beschwerden – und nun auch in diesem Jahr. Das führte dann dazu, dass das Amt für Landwirtschaft den Hof besuchte und bei der Kontrolle eine nicht genehmigte Änderung bei dem Betrieb feststellte: Aus dem Zuchtstall war einer für Mastschweine geworden, so das Landratsamt.

Weil sich damit die Immissionen – speziell die Gerüche – ändern, ging das Landratsamt von einer „genehmigungspflichtigen Nutzungsänderung“ aus und forderte den Landwirt auf, einen Antrag auf Umnutzung zu stellen. Dieser nachträgliche Antrag liegt nun dem Volkacher Bauausschuss zur Entscheidung vor.

Dass das Gremium den Mastschweinestall nachträglich absegnet, ist recht wahrscheinlich. Die Verwaltung hat in der Beschlussunterlage eine Zustimmung vorformuliert: „Bei der Umnutzung werden keine äußerlichen baulichen Veränderungen vorgenommen. Es handelt sich nur um eine interne Umnutzungsmaßnahme für die Masthaltung der Schweine.“

Die Meinung der Stadt Volkach ist das eine, die Beurteilung des Landratsamts das andere. Dort wird der Antrag letztlich entschieden und vor allem – was Volkach nicht kann – die immissionsrechtliche Seite des Ganzen abgeprüft. Dies werde durchgeführt, wenn der Antrag des Landwirts auch dem Amt vorliege, erklärte Bernd Schlör, Abteilungsleiter Baurecht auf Nachfrage.

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