Kaum ist der neu gestaltete Marktplatz fertig, tauchen die ersten Probleme im Ortszentrum von Stadtschwarzach auf. Dauerparker, die ihre Fahrzeuge außerhalb der markierten Flächen abstellen, stören das harmonische Bild und bringen den einen oder anderen Ortsbewohner in Rage.

„Dieses Thema, das öfters zu Diskussionen in der Bevölkerung führt, sollte nach Auffassung der Verwaltung beraten und behandelt werden“, sagte Bürgermeister Lothar Nagel (FCW) am Dienstag in der Sitzung des Marktgemeinderats. „Soll die Situation so bleiben, wie sie sich bisher eingespielt hat mit der Konsequenz, dass überall dort geparkt wird, wo Platz ist und die Fläche nicht durch Steinquader abgetrennt ist oder ist daran gedacht, eine Lösung zu wählen, die dauerhaftes Parken außerhalb der Markierungen nicht gestattet?“, warf Nagel fragend in die Ratsrunde und öffnete damit das Tor für eine rege Diskussion.

Bei der Neugestaltung des Marktplatzes im Rahmen der Dorferneuerung hatten Marktgemeinderat und die Teilnehmergemeinschaft die Parkflächen so angelegt, dass Markierungen auf den Pflasterflächen die Fahrzeuglenker in ihrer Parkfreiheit gezielt einschränken. „Wir wollten einen Marktplatz und keinen Parkplatz“, erinnerte 2. Bürgermeister Roland Höfer (FCW). Nach seiner Ansicht dürfen Flächen außerhalb der Parkmarkierungen grundsätzlich nicht beparkt werden. „Das wäre ja ein Präzedenzfall für andere Standorte in der Gemeinde“, so Höfer.

„Das ist ein lebendiger Parkplatz und keine Fußgängerzone.“
Josef Wächter, Gemeinderat

Kein verkehrstechnisches Problem sah Armin Weckert (CSU). „Gegenüber anderen Kommunen haben wir geordnete Parkverhältnisse“, betonte Weckert. Vor allem Kurzzeit-Parker würden auf dem Marktplatz nicht stören. Auch Josef Wächter (CSU) sind die Parker kein Dorn im Auge. „Das ist ein lebendiger Parkplatz und keine Fußgängerzone“, meinte Wächter. Volker Schmitt (FCW) wies darauf hin, dass Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr durch parkende Fahrzeuge nicht behindert werden dürfen. „Deshalb müssen wir uns schon Gedanken machen, wie wir das in Zukunft regeln“, forderte der Feuerwehrreferent.

Die Ratsmitglieder waren sich schließlich einig, zunächst keine Polizei einzuschalten sondern das Parkverhalten auf dem Marktplatz gezielt zu beobachten. Noch im November sollen die neuen Markierungsnägel, die sich farblich besser vom Pflaster abheben, für die Parkplätze aufgebracht werden. Vielleicht bessert sich das Parkverhalten dann. In der Zwischenzeit soll Bürgermeister Lothar Nagel laut Ratsbeschluss mit den Dauerparkern, zu denen nach Aussage von Maria Fieber (CSU) auch Übernachtungsgäste gehören, reden und nach Lösungen suchen, die alle Beteiligten zufrieden stellen.