Kitzingen

Das Schmiedel-Haus bekommt einen Zwilling

Die Stadtvilla des ehemaligen Bürgermeisters wird nicht nur aufwändig saniert; sie bekommt Zuwachs. Ein bekannter Investor gestaltet alles neu – Das Ende des B8-Tanzkellers.
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Die markante Kitzinger Schmiedel-Villa wird saniert und zu einem Wohn- und Bürogebäude umgebaut. Links daneben entsteht ein Neubau in ähnlichem Stil. Foto: Visualisierung: Rosentritt Wohnbau GmbH

Die Stadtvilla des ehemaligen Kitzinger Bürgermeisters wird nicht nur aufwändig saniert; sie bekommt auch noch Zuwachs. Die Pläne für das Quartier stellte ein in der Stadt bekannter Investor vor: Wolfgang Rosentritt hat das Areal 2017 gekauft. Er nutzt die Chance, durch einen Neubau die Elemente des historischen Gebäudes fortzuführen.

Am Dienstagabend zeigten sich die Mitglieder des Kitzinger Bauausschusses angetan von den Plänen. Nachdem ein Konzept aus dem Jahr 2016 durchgefallen war, stieß die Rosentritt-Planung auf Wohlwollen. Der Bauinvestor wird die Schmiedel-Villa, die aus zwei durch ein Portal verbundenen Gebäuden besteht, unter Beteiligung des Denkmalschutzes und des Stadtheimatpflegers Harald Knobling renovieren. Darin sollen Büros und Wohnungen untergebracht werden.

24 Wohneinheiten und Büros

Entlang der Wörthstraße, im rückwärtigen Bereich, entsteht ein Neubau in ähnlicher Form. Er wird künftig 18 kleine und barrierefreie Apartments beherbergen. Zusammen mit der umgebauten Schmiedel-Villa entstehen letztlich 24 Wohneinheiten und Büros. Die Stellplätze sind großteils hinter den Gebäuden geplant. 

Dieser aus seiner Sicht gelungenen Gestaltung stimmte der Bauausschuss ohne Ausnahme zu. Wenn auch ein historisches Ensemble erhalten bleibt, so musste das Gremium allerdings hinnehmen, dass eine andere traditionsreiche Stätte aus dem Stadtbild verschwinden wird: Der ehemalige Tanzkeller B8 wird bei den Renovierungsarbeiten verschwinden. Stadtrat Hans Schardt, der in der Nähe aufgewachsen ist, ließ erkennen, dass er die ehemalige Disco gern erhalten gesehen hätte. Für ihn ist sie "einer der schönsten Gewölbekeller Kitzingens".

Kein Konzept für B8-Keller

Doch Rosentritt entgegnete, dass man sich zwei Jahre lang Gedanken über eine künftige Nutzung gemacht habe – ohne ein "vernünftiges Konzept" zu finden. Auch seien aktuelle Anforderungen an die Rettungswege nur schwer zu realisieren. Rosentritt zufolge gebe es aber in Kitzingen noch viele und große andere Keller, so dass er den Verzicht für verschmerzbar hielt. Das sahen die Ausschussmitglieder ein und stimmten seinem Projekt zu.

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