Kaltensondheim

Das Oberflächenwasser soll in ein Rückhaltebecken

13 Mitglieder zählt der Biebelrieder Gemeinderat inklusive Bürgermeister. Sechs waren aber zu Beginn der Sitzung nur da. Zu wenig um beschlussfähig zu sein. Da wurde zum Handy gegriffen.
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13 Mitglieder zählt der Biebelrieder Gemeinderat inklusive Bürgermeister. Sechs waren aber zu Beginn der Sitzung am Dienstag im Feuerwehrhaus von Kaltensondheim nur da. Einer zu wenig, um beschlussfähig zu sein. Handys wurden gezückt, denn nur von vier Mitgliedern war bekannt, dass sie verhindert sind. Also startete Bürgermeister Roland Hoh erst einmal mit Bekanntgaben, bevor man sich den Solar-Sondergebieten und dem Baugebiet Pförtlein widmen konnte. Zwischen 19.38 und 19.59 Uhr trafen die drei noch fehlenden Ratsmitglieder ein.

Zur elften Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Biebelried und der Aufstellung der Bebauungspläne für die Sondergebiete Solarpark im Bereich der Alten Straße, Ortsteil Biebelried und Solar I, Ortsteil Kaltensondheim hatte eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden stattgefunden. Regina Kober vom Ingenieurbüro Brändlein erläuterte dem Gemeinderat die eingegangenen Einwände beziehungsweise Anregungen, während die geschäftsleitende Beamtin der Verwaltungsgemeinschaft, Heike Thoma, den Beschlussvorschlag vortrug.

Dem Wunsch der Autobahndirektion, die Bebauungspläne auf 20 Jahre zu befristen, wurde dabei nicht entsprochen. Eine Befristung sei nur in besonderen Fällen zulässig. Die Verwaltung sah jedoch hier die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt.

Stellungnahmen abgegeben hatten unter anderem der Bayerische Bauernverband, das Landesamt für Denkmalpflege, das Landratsamt, die Regierung von Unterfranken oder der Regionale Planungsverband. Bis auf wenige Ausnahmen gab es zu den Abwägungen einstimmige Beschlüsse.

Vertagt werden musste allerdings der Billigungs- und Auslegungsbeschluss, weil dafür noch Planunterlagen fehlen. So müssen erst noch ein artenschutzrechtliches Gutachten und ein Blendgutachten nachgereicht werden. Auch die Richtfunkstrecken sind in die Planung mit einzubeziehen.

Für das Baugebiet Pförtlein in Kaltensondheim tat sich der Gemeinderat leichter, da es eine wiederholte Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange war und vieles zur ersten Beteiligung identisch war. Der Bereich der Kleingärten, das Überschwemmungsgebiet des Eherieder Mühlbaches, ist ja nun nicht mehr durch das Baugebiet berührt.

Interessanter gestaltet sich noch die Regenrückhaltung im neuen Baugebiet. Damit beschäftigt sich das Büro Arz, dessen Geschäftsführer Tobias Schneider dem Gremium den aktuellen Sachstand vorstellte. Bei der Abwasserbeseitigung ist ein Trennsystem geplant. Das anfallende Oberflächenwasser soll in einem Rückhaltebecken aufgefangen werden. Ein noch vorhandener Kanal könnte dieses in Richtung des alten Kläranlagenstandortes von Kaltensondheim bringen. Dort gebe es nämlich noch den Schönungsteich. Denn der Bau eines neuen Regenrückhaltebeckens unterhalb des Baugebiets birgt das Problem hoher Grundwasserstände in sich.

Schneider wies den Rat darauf hin, dass insgesamt für die Gemeinde eine Schmutzfrachtberechnung gefordert würde, was aber mindestens ein Jahr in Anspruch nehme. Jetzt sollen mit dem Wasserwirtschaftsamt Gespräche geführt werden.

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