SEINSHEIM

Das Jahr der Ruhe geht zu Ende

Nachdem 2014 der Neubau für die Kinderkrippe errichtet worden war und diese Anfang dieses Jahres ihren Betrieb aufgenommen hatte, war 2015 eher ein ruhiges Jahr für die Gemeinde Seinsheim.
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Heinz Dorsch. Foto: FOTO JENS KUTTLER

Nachdem 2014 der Neubau für die Kinderkrippe errichtet worden war und diese Anfang dieses Jahres ihren Betrieb aufgenommen hatte, war 2015 eher ein ruhiges Jahr für die Gemeinde Seinsheim, was die Bautätigkeit betrifft. Doch 2016 stehen der Ausbau der Weinbergstraße und der Bachgasse sowie die Sanierung der Fischergade auf dem Programm. Sorge bereitet Bürgermeister Heinz Dorsch dabei die gute Konjunkturlage, „was letzten Endes die Preise hoch halten wird“.

In der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres 2015 blickte Seinsheims Bürgermeister Heinz Dorsch zurück. So konnte endlich der Wegebau im Seinsheimer Wald abgeschlossen werden. Die Pflanzaktionen in den Wäldern seien dagegen weniger von Erfolg gekrönt gewesen, etwa 90 Prozent der Pflanzen seien aufgrund der Trockenheit eingegangen.

Dorsch nannte in seinem Jahresrückblick auch den Wasseranschluss der Stadtmühle an die öffentliche Wasserversorgung, die Eigeninitiative der Bürger bei den Spielplätzen in Tiefenstockheim und Seinsheim, die Reparatur der Iffigheimer Kirchenglocken sowie die Sanierung des Kreuzes am Römer. Darüber hinaus stellte er die Erneuerung des Zaunes am Wässerndorfer Schulhaus, die Ausstattung der Feuerwehren mit Digitalfunk und die erfolgreiche Bürgerbuslinie heraus.

Außerdem zeigte er sich stolz auf die Senkung des Wasserpreises auf 1,28 Euro, den Tag des Bieres, der auch 2016 wieder stattfinden wird, den gut angenommenen Traumrundenwanderweg Hüttenheim-Seinsheim und die Verringerung des Schuldenstands.

Im kommenden Jahr stehen der Bau der Aussegnungshalle in Tiefenstockheim und die Sanierung der Friedhofsmauer auf dem Programm, ebenso die Fertigstellung der Außenanlage der Kinderkrippe, das Backhäuschen in Wässerndorf, die Bauhof-Gemeinschaftshalle, Überlegungen zum weiteren Vorgehen beim Iffigheimer Rathaus und der alten Schule sowie die künftige Nutzung des Amtshauses am Rathausplatz 2.

Bei den Zahlen führte Dorsch unter anderem den Besuch in seinen Amtsstunden an. In Seinsheim waren demnach 68 Bürger gekommen, in Tiefenstockheim 39, in Wässerndorf 42 und in Iffigheim 28. Außer in Wässerndorf seien in den anderen Ortsteilen weniger gekommen als im Vorjahr.

Zum 1. November hatte der Markt Seinsheim etwa 1060 Einwohner, davon waren 538 Männer. Sechs Geburten verzeichnete die Gemeinde bislang, „es werden aber sieben zum Jahresende sein“, wusste Dorsch.

Weitere Themen im Gemeinderat:

• Das ehemalige Amtshaus am Rathausplatz 2 neben dem Rathaus ist für einen sechsstelligen Betrag in den Besitz der Gemeinde gewechselt. Wie bei der Bürgerversammlung angekündigt, sollen die Bürger die Möglichkeit haben, das Gebäude zu besichtigen und eigene Ideen für die künftige Nutzung äußern dürfen. Der Tag der offenen Tür findet nun am Sonntag, 27. Dezember, von 13 bis 16 Uhr statt. Einverstanden war der Gemeinderat auch damit, dass das Haus neu vermessen wird. Diese Daten seien auch Grundlage für eine Studie über das Haus, die Studenten im nächsten Frühjahr erstellen wollen.

• Die Kosten von rund 100 Euro für den neuen Christbaumschmuck in Wässerndorf übernimmt die Gemeinde. Allerdings gab es auch zwei Gegenstimmen, weil man zum Beispiel gerne vorher gefragt worden wäre.

• „Es ist ein Traum, wenn im Ortskern gebaut wird“, meinte Bürgermeister Heinz Dorsch. Deshalb gab es auch keine Gegenstimme für den Neubau eines Einfamilienhauses. Auch in den gewünschten grauen Ziegeln sah der Gemeinderat keinen Grund für eine Verweigerung des Einvernehmens. „Wenn eine Photovoltaikanlage errichtet wird, sieht man eh nichts mehr vom einst roten Dach“, brachte es Cornelia Nagler auf den Punkt.

• Das Rathaus in Seinsheim bekommt eine neue Telefonanlage und der Bauhof erhält ein neues gebrauchtes Fahrzeug, das derzeit noch in Gera steht.

• Für die 13 Schüler aus der Gemeinde Seinsheim, die die Mittelschule besuchen, bezahlt die Gemeinde 35 035 Euro an den Mittelschulverband Marktbreit, an den Schulverband Martinsheim werden für sieben Schüler 10 500 Euro entrichtet.

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