"In Fahr ist immer etwas geboten", sagt Doris Düring, und sie muss es wissen. Sie war heuer schon das sechste Mal beim Zeltlager der Jugendfeuerwehren dabei. Mit 13 Jahren war sie das erste Mal dabei - und hat bis heute kein einziges davon verpasst. Mittlerweile hat sich ihre Rolle vom Teilnehmer zum Betreuer gewandelt, aber eine Menge Spaß hat sie nach wie vor.
Am Morgen des 2. Augusts war es wieder so weit: Rund 320 Teilnehmer versammelten sich in Fahr. Vier Tage voller Spaß, Sonne, Action und Lernen standen vor ihnen. Durch das Hissen der Flaggen und dem Entzünden des Lagerfeuers wurde das 40. Zeltlager eröffnet. Nach einer kurzen Ansprache des Kreisjugendwartes Thomas Grimmer hatten die Jugendlichen den restlichen Tag zur freien Verfügung. Wie jedes Jahr, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen. Schwimmen im Main unter der Aufsicht der Wasserwacht oder verschiedene Ballsportarten standen zur Auswahl.
Auf die Frage, was ihr am besten gefällt, grinst Doris Düring verschmitzt: "Man trifft in Fahr jedes Jahr aufs Neue eine Menge interessante Menschen, verlebt eine super Zeit und lernt bei der Ausbildung der Feuerwehranwärter in entspannter Runde wichtige Sachen dazu." Weil das Wetter in diesem Jahr so gut mitspielte, hatte sie die Möglichkeit, an einigen Wasserschlachten teilzunehmen. Vorsorglich hatte sie genug Klamotten zum Wechseln mitgenommen.
Der Freitag begann mit der Ausbildung der Jugendlichen. Die Teilnehmer wurden am Vormittag in verschiedene Gruppen eingeteilt und in technischer Hilfeleistung, Brandbekämpfung und Ähnlichem unterwiesen. Auch die Polizei stellte eine Station. Sie klärte die jungen Feuerwehranwärter in Sachen Jugendschutzgesetze auf und beantwortete etliche Fragen.
Zu den Lieblingsworkshops der Teilnehmer zählten das Löschen mit einem Feuerlöscher und das Abseilen über ein so genanntes Rollgliss.

Am Freitagnachmittag standen eine Bootsregatta und ein Human Table Soccer-Turnier auf dem Programm.

Ein Human Table Soccer, ist wie das altbekannte Kicker, nur dass man es mit echten Menschen auf einem eigens dafür vorgesehenen Platz spielt.
Neben dem Spaß mussten sich die Jugendlichen aber auch beweisen. Am Freitagnachmittag stand die Abnahme der Jugendflamme auf dem Programm. Bei der Jugendflamme werden verschiedene Wissensbereiche in Praxis und Theorie abgefragt.
Wer die Aufgaben erfolgreich absolviert, bekommt am Ende ein Abzeichen. Auch der Samstagvormittag wurde der Ausbildung gewidmet, bei der man auch diesmal sein Wissen überprüfen, beziehungsweise auffrischen konnte.
Gut gestärkt ging es nach dem Mittagessen mit der Lagerolympiade weiter. Verschiedene Feuerwehren des Landkreises Kitzingen traten gegeneinander an. Es gab unter anderem Disziplinen wie Hindernislauf oder Leinenbeutel-Schnell-Stopfen. Die Jugendfeuerwehr aus Martinsheim bewies ihr Geschick und gewann die Olympiade.
Mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel, den anschließenden Siegerehrungen und der Verleihung der Abzeichen klang das 40. Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Landkreises Kitzingen aus.
Auch dieses Jahr war es wieder eine gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten große Freude bereitet hat. Doris Düring hatte jedenfalls ihren Spaß - und will im nächsten Jahr wieder dabei sein.