Aus dem Arbeitskreis "Nachnutzung des Gartenschaugeländes" hat sich ein Förderverein entwickelt, der am Mittwoch im Sitzungssaal des Rathauses gegründet wurde. Erster Vorsitzender des neuen Vereins wurde Rolf Wenkheimer. "Ich habe mich nicht um die Aufgabe gerissen", bekannte der 66-jährige Etwashäuser. Viele andere Mitglieder hatten den Vorsitz mit der Begründung abgelehnt, schon in anderen Vereinen eingebunden zu sein. Auf Grund seiner langjährigen berufsbedingten Abwesenheit aus Kitzingen zählte dieses Argument bei Wenkheimer nicht.

Er kündigte an, kein charismatischer Vereinsleiter sein zu wollen. Er wolle das Gelände lieber in Ruhe lassen und der Bevölkerung zum Wohlfühlen zur Verfügung stellen. Großveranstaltungen will die Vereinsleitung nicht selbst durchführen, sondern nur die Organisation übernehmen.

"Auf dem Festgelände muss nicht immer das Leben toben", findet Wenkheimer. Er möchte die Gesamtfläche erhalten, einige Grundstücke jedoch neu beleben. Dabei denkt der Vorsitzende zum Beispiel an das Naturschutzgelände. Die Imker seien dort bereits wieder eingezogen.

Lob an die Stadtgärtner


"Die Blumen haben einfach zu blühen begonnen und nicht nach dem Förderverein gefragt", meinte der Vorsitzende und lobte unter dem Beifall der Versammlung die Stadtgärtner, bei denen das Gelände in besten Händen sei. Ein weiteres Lob galt den Gärtnern um Heinrich Lang und Hans Hummel, die heimlich, still und leise eine Salatblume angelegt haben.

Der Einladung von Oberbürgermeister Siegfried Müller waren rund 37 Interessenten gefolgt, denen Hugo Weiglein einen mit dem Finanzamt abgestimmten Satzungsentwurf vorlegte. Nach einer eingehenden Debatte um einzelne Paragrafen konnte die Satzung schließlich einstimmig verabschiedet werden.

Neben dem Geschäftsführenden Vorstand gehören der Vereinsleitung vier Beisitzer mit besonderen Aufgabenbereichen an. "Geborenes Mitglied" im Vorstand ist der jeweils amtierende Oberbürgermeister, der sich durch eine fachlich qualifizierte Person aus der Stadtverwaltung vertreten lassen kann.

Elf Namensvorschläge


Die Gründungsmitglieder hatten umgehend eine weitere Diskussion zu führen: Wie soll der Verein heißen? Aus insgesamt elf Vorschlägen, unter denen "NiK Nanu Kitzingen" (Natur in Kitzingen Nachnutzung) der originellste war, kristallisierte sich schließlich der allseits erwartete Vorschlag "Förderverein Gartenschaugelände Kitzingen" heraus.

Die weitere Entscheidung drehte sich um den Mitgliedsbeitrag. "Je günstiger der ist, umso leichter bekommen wir Mitglieder", merkte Astrid Glos an. Festgelegt wurde schließlich ein nach oben offener Beitrag für Einzelpersonen von zwölf Euro im Jahr. Ebenfalls nach oben offen zahlen juristische Personen mindestens den vierfachen Betrag, der für Einzelpersonen festgelegt wurde. Bei dieser Abstimmung gab es fünf Gegenstimmen.

Kassier und Vorstand durften sich gegen Ende der Sitzung über eine erste Zuwendung von 1500 Euro freuen. Jürgen Heilmann und Frank Gimperlein machten ihre Ankündigung wahr und spendeten eine Teil der Einnahmen aus der Public Viewing Veranstaltung anlässlich der Fußball-EM.

Die Namen aller Vorstandsmitglieder können Sie der Freitagsausgabe der Kitzinger entnehmen.