Es war schon etwas Wehmut im Spiel, als am Samstag Manfred Bauer den symbolischen Schlüssel für das Pfarrheim St. Vinzenz an Oberbürgermeister Siegfried Müller übergab. Das Gebäude soll zum Stadtteilzentrum werden. Die Stadt hat das Pfarrheim von der Kirche gekauft.

Siegfried Müller lobte das Wirken des Arbeitskreises „Soziale Stadt“ mit der Referentin Andrea Schmidt. „Hier in der Siedlung wurde die Bürgerbeteiligung vorbildlich praktiziert“, sagte der OB. Müller sieht in dem künftigen Bürgerzentrum mit Jugendtreff ein Schlüsselobjekt im Projekt „Soziale Stadt“ in Kitzingen.

„Ich hoffe, dass wir die Summe von 2,4 Millionen Euro für den Kaufpreis inklusive der Umbaukosten halten können“, erklärte Siegfried Müller. Der Eigenanteil der Stadt bei dem Projekt beträgt 1,3 Millionen Euro, die restlichen 1,1 Millionen Euro kommen von der Regierung.

Andrea Schmidt erinnerte an die schwierige Planungs- und Verhandlungsphase. Wie auch Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Peter Krämer würdigte Schmidt die Arbeit des Quartiersmanager André Hahn. Schmidt hoffte, dass die Umbauphase bald beginnen wird.

„Mir ist das Wort Feierstunde gerade etwas schwer gefallen“, bekannte Pfarrvikar Stefan Eisert. Denn mit der Schlüsselübergabe hieß es für die katholische Kirchengemeinde St. Vinzenz Abschied zu nehmen vom Pfarrheim. Peter Krämer, erinnerte an den Einsatz der Gläubigen vor 30 Jahre beim Bau des Pfarrheims. Nachdem das Projekt „Soziale Stadt“ im Jahr 2009 in Kitzingen Einzug gehalten hatte, kam die Idee auf, dass die Stadt das Gebäude erwirbt und zu einem Bürgerzentrum für die Siedlung wird. „Wir brauchen in der Siedlung bald wieder Räumlichkeiten“, sagte Krämer und appellierte, keine Zeit zu verlieren. Pfarrer Manfred Bauer sagte, „dass wir einen gewissen Zick-Zack-Kurs erlebt haben“, was die Verhandlungen mit der Stadt und den Diskussionen im Stadtrat anbelangte. Trotzdem stehe er weiter hinter der Entscheidung und sei zuversichtlich, dass etwas für die Bürger vorangebracht werde.

Nicht nur für Andrea Schmidt wird sich mit dem Bürgerzentrum ein großer Wunsch erfüllen. Damit sich viele Siedler einbringen können, regte sie die Gründung eines Träger- oder Fördervereins an. Musikalisch gestaltet wurde die Feier durch den evangelischen Posaunenchor unter Annelies Gaar.