KITZINGEN

Das Einmaleins des Handys

Stimmengewirr und Gemurmel: Im Hintergrund piepst es unregelmäßig, Melodien und Signaltöne erfüllen den Raum. Was zunächst klingt, wie aus einer anderen Welt, sind die Geräusche des Handykurses für Senioren und Junggebliebene an der D.-Paul-Eber-Mittelschule. Aufgrund der Nachfrage, der lobenden Worte der ehemaligen Teilnehmer und des Erfolges der vorausgegangenen drei Lerneinheiten fand erneut ein Handykurs für ältere Mitbürger statt.
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Schüler als Lehrer: Zusammen mit WirKT (Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement) organisierten zwölf Schüler einen Handykurs für Senioren. Foto: Foto: SANDRA HAHN

Stimmengewirr und Gemurmel: Im Hintergrund piepst es unregelmäßig, Melodien und Signaltöne erfüllen den Raum. Was zunächst klingt, wie aus einer anderen Welt, sind die Geräusche des Handykurses für Senioren und Junggebliebene an der D.-Paul-Eber-Mittelschule. Aufgrund der Nachfrage, der lobenden Worte der ehemaligen Teilnehmer und des Erfolges der vorausgegangenen drei Lerneinheiten fand erneut ein Handykurs für ältere Mitbürger statt.

„Meine Kinder haben immer viel zu wenig Geduld.“
Eine Teilnehmerin beim Handykurs für Senioren

Zwölf Schüler der Kitzinger Mittelschule hatten den Kurs vorbereitet und organisiert – zusammen mit Sandra Hahn des WirKT Koordinierungszentrums. Ziel an diesem Nachmittag war es, am eigenen Gerät, die wichtigsten Handgriffe zu erlernen. „Gerade wir älteren Menschen haben oft Schwierigkeiten unsere Geräte vor allem in Notsituationen sicher anzuwenden, weil wir selbst viel zu wenig üben“, berichtete eine Teilnehmerin. „Meine Kinder haben es zwar schon oft versucht, mir zu erklären, wie ich das Handy richtig bediene. Jedoch haben die immer viel zu wenig Geduld.“ Da war es nicht verwunderlich, dass der Kurs innerhalb kürzester Zeit ausgebucht war, schreibt Sandra Hahn von WirKT. 15 Senioren konnten in einer nahezu Eins-zu-eins-Betreuung alle ihre Fragen stellen. Die Jungen und Mädchen erklärten geduldig, ruhig und mit sehr viel Begeisterung grundlegende Funktionen, während sich die Teilnehmer eifrig Notizen machten. Hier und da wurden Mobiltelefone sogar aufgeschraubt, um das Innenleben genauer anzusehen. Danach ging es ans Ausprobieren und Üben, immer mit Unterstützung der Jugendlichen.

Für den Kurs war ein Zeitraum von anderthalb Stunden angesetzt, der durch eine kurze Pause in gemütlicher Atmosphäre mit Kaffee und Kuchen bereichert wurde, zu dem Birgit Säger, Rektorin der Mittelschule, einlud. Zur Vorbereitung des Kuchens wurde sogar die Hauswirtschaftsgruppe der Schule gewonnen, die sich um das Gebäck gekümmert hat.

Am Ende seien sich alle einig gewesen: Ein Nachholtermin ist nötig, um in einigen Wochen das Erlernte zu wiederholen, damit die Handgriffe auch richtig sitzen. Sandra Hahn lobte die Schüler der D.-Paul-Eber-Schule, die mit Einfühlungsvermögen, Geduld und Verständnis alle Fragen beantworteten. Und Rektorin Birgit Säger wird mit diesen Worten zitiert: Heute konnten die Senioren von den Schülern etwas lernen, in den meisten Fällen ist es sonst eher umgekehrt.“

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