Wiesentheid

Das Bier zur 1100-Jahr-Feier

Zur Wiesentheider Kirchweih wird es dieses Jahr extra ein Jubiläums-Bier geben. Das Bier wird exklusiv am Festsonntag, 23. September in der Steigerwaldhalle ausgeschenkt.
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Die Brau-Mannschaft (von links.): Erik Löschner, Michael Pfeiffer, Tobias Kapp, Bürgermeister Werner Knaier, Sonja Tallner, Oliver und Louis Höhn und Andreas Laudenbach.
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Zur Wiesentheider Kirchweih wird es dieses Jahr extra ein Jubiläums-Bier geben. Das Bier wird exklusiv am Festsonntag, 23. September in der Steigerwaldhalle ausgeschenkt, wenn der Festzug zur 1100-Jahr-Feier sein Ziel erreicht hat.

Mit Michael Pfeiffer und Tobias Kapp haben zwei aus Wiesentheid stammende Bier-Fachmänner das Rezept dazu erstellt. Beide sind Brauer von Beruf.

Es soll ein mild gehopftes Kellerbier mit einer Stammwürze von 12,5 Prozent werden, zu dem nun der Sud gemacht wurde. Derzeit vergären die rund 500 Liter des Jubiläums-Bieres. Danach kommt das Getränk in einen Lagertank, ehe das Bier wenige Tage vor der Kirchweih frisch abgefüllt wird.

Der Gemeinderat durfte bereits davon kosten, bevor der Auftrag erteilt wurde. „Beim Testlauf hat das Bier allen geschmeckt. Es ist sehr süffig“, verriet Bürgermeister Werner Knaier, der mit Festwirt Oliver Höhn und Getränkelieferantin Sonja Tallner zum Brauen nach Albertshofen gekommen war. In der Sternbrauerei, die von Erik Löschner und Bastian Kiemer dort betrieben wird, wurde das Getränk hergestellt. Im dortigen Keller liegt und reift es in den nächsten Wochen.

Passt zum Jubiläum

Die Idee zum Brauen eines Wiesentheider Bieres hatten Kapp und Pfeiffer bereits seit längerem. „Wir wollten schon immer mal ein Wiesentheider Bier machen. Kürzlich kam Gemeinderat Andreas Laudenbach auf uns zu, den wir beide gut kennen und schlug vor, dass das doch gut zur Kirchweih und der 1100-Jahr-Feier passen würde“, sagt Tobias Kapp über die Entstehung.

Bei der Zusammenstellung des Rezepts legten Diplom-Braumeister Pfeiffer und Brauer Kapp Wert darauf, dass möglichst alles aus der Region stammt und auch hier entsteht. Zwar verfügte Wiesentheid einst über fünf Brauereien, von denen jedoch seit Jahrzehnten keine mehr existiert. Also wählten sie Albertshofen als Ort, wo das Ganze eingebraut wurde. Als Zutaten wurde Malz aus Bamberg genommen, der Hopfen stammt aus Spalt.

Nicht nur Bürgermeister Knaier schaute interessiert zu, als das Bier gekocht wurde. Den Ablauf erläuterte Michael Pfeiffer, der bei der Brauerei Jurabräu in Pegnitz als Braumeister tätig ist. Zunächst wurde eingemaischt. „Wir kochen das unvergorene Bier etwa eine Stunde lang. Dreimal wird in der Zeit Hopfen zugegeben.“ Je nach Biersorte ist es unterschiedlich, wie viel und wann Hopfen hinein kommt.

Stammwürze muss stimmen

Zwischendurch werden immer wieder Proben genommen, ob alles nach dem Rezept genau passt. „Das Wichtigste ist, dass die Stammwürze stimmt“, erläutert es Tobias Kapp, der bei der Würzburger Hofbräu Bier macht. Schließlich ist alles fertig, das Bier ist im Tank. Die Kirchweih kann also kommen.

Wiesentheider Kirchweih: Vom 21. bis 25. September rund um die Steigerwaldhalle. Mit Kirchweihlauf (Samstag, 22. September, 14 Uhr), Historischem Festzug (Sonntag, 23. September, ab 13 Uhr) sowie Bürgeraufzug (Dienstag, 25. September, 9 Uhr).



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