Schwarzach

Das Betonrohr am Silberbach ist zu klein

Schwarzacher Gemeinderat investiert weiter in den Hochwasserschutz
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Der Durchlass des Silberbachs am Ende der Industriestraße in Stadtschwarzach ist bei Hochwasserereignissen unterdimensioniert. Jetzt plant der Markt Schwarzach eine Vergrößerung der Durchflussmenge. Foto: Peter Pfannes

Am Ende der Industriestraße in Stadtschwarzach wird das Wasser des Silberbachs durch einen kreisrunden Durchlass unter der Straße hindurchgeführt. Weil vor allem bei Starkregenereignissen der Durchmesser des Betonrohres von einem Meter nicht ausreicht, wurde am Dienstag im Schwarzacher Marktgemeinderat ausführlich über eine Verbesserung der Situation diskutiert. Carsten Mohr von Tiefbautechnischen Ingenieurbüro Glückert aus Dettelbach TIG servierte den Ratsmitgliedern eine hydraulische Überrechnung der aktuellen Situation.

Aktuell lässt der Durchlass 1,3 Kubikmeter Wasser in der Sekunde passieren. Mit einer Vergrößerung der Wasserunterführung erhöhe sich die Wassermenge auf fünfeinhalb Kubikmeter, so der Planer. Mohr fasste zwei mögliche Varianten ins Auge. Variante eins sähe den Einbau von drei runden Rohrdurchlässen DN 700 mit einer Überlaufmulde vor. Als zweite Variante könnte sich Mohr einen Durchlass aus Rechteckprofilen mit dünnem Betonauflager ohne Überlaufmulde vorstellen. Die grob geschätzten Kosten für beide Varianten liegen bei gut 50 000 Euro. Hinzu kommen Nebenkosten und eventuelle Entsorgungsausgaben.

Bürgermeister Volker Schmitt betonte, dass vor allem bei Hochwasser der Durchlass das ankommende Wasser nicht aufnehme und das Wasser aus dem Bachbett laufe. Das Gemeindeoberhaupt wies darauf, dass aktuell ein überregionales Hochwasserschutzkonzept in der Planung ist. Das Vorhaben am Silberbach sähe Schmitt als ein Signal der Kommune an die betroffene Bevölkerung. Peter Kuhn pflichtete dem Bürgermeister bei: "Man sieht ja, dass da etwas gemacht werden muss." Johanna Sendner sah einen weiteren Vorteil bei Mohrs Varianten: "Größere Durchlässe werden nicht so schnell von ankommendem Schwemmholz verstopft." 70 000 Euro einschließlich Nebenkosten für so einen Durchlass sah Hartmut Ratz als "ganz schön viel" an.

Nach kurzen Diskussionen kam das Ratsgremium überein, die von Mohr präferierte Variante zwei mit Rechteckprofilen zu realisieren. TIG wurde mit der weiteren Planung beauftragt. Mohr will die Vorplanung jetzt bei der Wasserrechtsbehörde einreichen. Er rechnet mit einer Genehmigung. Sollte das Ende der Industriestraße vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung letztlich zur Baustelle werden, dann will das Gemeindeoberhaupt auch die "überfälligen" Geländer installieren lassen.

Die geplante Umgestaltung des Parkplatzes vor dem Münsterschwarzacher Torhaus wird vom Freistaat Bayern gefördert. Bürgermeister Schmitt wird am kommenden Montag in München den Förderbescheid aus dem ELER-Förderprogramm entgegen nehmen.

Der Landkreis Kitzingen beteiligt sich am Kanalbau im neuen Baugebiet "Gerlachshausen Südwest" mit rund 35 000 Euro. Der Landkreis ist als Träger der Kreisstraße KT 11 (Schweinfurter Straße) Anlieger in dem Baugebiet.

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