KITZINGEN

Dämmung für die Musikschule

Seit Beginn dieses Schuljahres ist die Kitzinger Musikschule in angemietete Räume an die Innere Sulzfelder Straße umgezogen. Und schon muss für 80.000 Euro umgebaut werden.
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Wer ein Instrument lernen will, muss üben. In der Kitzinger Musikschule fehlt es allerdings an einer ausreichenden Schalldämmung zwischen den Übungsräumen. Unser Archivbild entstand beim Schülerkonzert im April. Foto: Archivfoto: Hans-Joachim Krämer

Seit Beginn dieses Schuljahres ist die Kitzinger Musikschule in angemietete Räume an die Innere Sulzfelder Straße umgezogen. Während der Umzug nach Aussage der Stadtverwaltung reibungslos vonstatten ging, gestaltet sich seither der Musikunterricht schwierig.

Die Akustik im Haus entspricht nämlich nicht den Anforderungen der Musikschule. Will heißen: Wegen fehlender Schalldämmung stören sich die übenden Schüler gegenseitig. Die Musikschule hat dieses Problem der Stadt schon Anfang November 2018 gemeldet.

Die Stadt reagierte mit der Erstellung eines Lärmschutzgutachtens. Ergebnis: Durch bauliche Veränderungen können die für die Musikschule erforderlichen Bedingungen hergestellt werden. Kosten: maximal 80 000 Euro. In der Sache war sich der Stadtrat einig, möglichst schnell für Abhilfe zu sorgen. Kritik gab es trotzdem: Thomas Streinruck (KIK) bemängelte, dass die neuen Räume dem Stadtrat als ideal geschildert worden seien, als dieser nach der Eignung gefragt hatte.

Dem entgegnete Hautpverwaltungsleiter Ralph Hartner, dass das Gebäude bei Begehungen als bestens geeignet bewertet wurde. Die negativen Schwingungen seien nicht erkennbar gewesen. Nun müsse man die Kröte schlucken, auch wenn es ärgerlich sei. Ziel sei, das „Aushängeschild“ der Stadt in guten Bedingungen arbeiten zu lassen. Das gelte für die Dozenten und Schüler ebenso wie für das Sekretariat. Der Lärmschutz nach außen sei übrigens gewährleistet, erklärte Oberbürgermeister Siegfried Müller auf Nachfrage von Stadtrat Jens Pauluhn (ÖDP).

So war sich der Stadtrat schnell über die erforderliche Nachbesserung einig; strittig war allein die Frage, ob man die Summe durch eine Einmalzahlung der Stadt begleichen sollte oder durch eine höhere monatliche Miete. Die Verwaltung schlug eine höhere Mietzahlung vor, da das Gebäude bis 31. August 2028 gemietet sei, mit der Option zu verlängern. Am Ende schloss sich die Mehrheit des Stadtrats diesem Vorschlag an. Das Gremium beschloss mit 25:4 Stimmen den nachträglichen Lärmschutz einbauen zu lassen. Die vier Abweichler waren nicht gegen den Lärmschutz, sondern hätten lieber eine Einmalzahlung gesehen. (abra)

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